Paketzustellung: Trinkgeld

Kommentar von Markus Stingl

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KONSUMENT 11/2018 veröffentlicht: 25.10.2018, aktualisiert: 22.11.2018

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Paketzusteller, Fahrradboten, Pizzadienst -  Berufsgruppen wie diese sind mitunter auf Trinkgeld angewiesen. Es gilt die Devise: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“.

KONSUMENT-Redakteur Markus Stingl (Foto: VKI)

Als Kind konnte ich meinen Großvater bisweilen dabei beobachten, wie er Handwerkern, Paketzustellern, dem Rauchfangkehrer etc. nach getaner Arbeit ein durchaus stattliches Trinkgeld in die Hand drückte. „Das gehört sich so“, sagte er dann erklärend zu mir. „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“

Nicht selbstverständlich

In den finanziell klammen Jahren während des Studiums beherzigte ich diesen Ratschlag eher selten. Doch seither versuche ich dem wieder nachzukommen. Denn Faktum ist, dass insbesondere Zusteller, sei es nun der Essens- oder der Paketbote, eigentlich auf Trinkgeld angewiesen sind. Es sind Menschen am unteren Rand der (legalen) Erwerbstätigkeit, die uns unseren Lebensstil, der Bequemlichkeit weit in den Fokus rückt, ermöglichen. Das sollten wir nicht als selbstverständlich abtun.

Wann haben Sie das letzte Mal Trinkgeld gegeben?

Früher gehörte es zum guten Ton, Trinkgeld zu geben. Und heutzutage? Es ist nicht verwunderlich, dass Paketzusteller den letzten Meter nicht mehr, sondern stattdessen lieber den Weg des geringsten Aufwandes (= Paketshop) gehen. Dass sie die Pakete nicht drei Stockwerke nach oben tragen, wo nur – wenn überhaupt – ein nicht immer ehrlich gemeintes „Danke“ auf sie wartet. In diesem Sinne: Wann haben Sie das letzte Mal einem Paketzusteller Trinkgeld gegeben?

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Kommentare

  • Trinkgeld
    von skipper54 am 08.12.2018 um 06:55
    Ich gebe zwischen 2€ und 5€,kommt auf die Größe des Paketes an.Zu uns kommt immer der selbe Postler,der hat noch Zeit für ein kurzes Gespräch.
  • TRINKGELD
    von Freytagb am 16.11.2018 um 22:30
    Ja, das hat schon was an sich, aber da die Zusteller und Briefträger ja nicht immer dieselben sind hat das wenig Sinn. Streng genommen ist ja so ein Trinkgeld eine "Bestechung", damit der Zusteller, hab noch nie eine Frau gesehen, in Zukunft seine Arbeit macht, für die er zugegebener Maßen schlecht bezahlt wird. Mir wäre auch lieber die Post macht weniger Gewinn, stellt mehr Mitarbeiter ein und zahlt diese besser und liefert mir Pakete und Einschreiben an die Haustür!
Bild: VKI