Elektrische Zahnbürsten

Auf die Reinigung kommt es an

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KONSUMENT 5/2013 veröffentlicht: 25.04.2013

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Test elektrische Zahnbürsten: Nicht alle reinigen die Zähne wirklich gut. Der Preis der Zahnbürste ist kein Qualitätskriterium. Lesen Sie mehr über über Dontodent, Sonicare, Sensident ... und wie die Schallzahnbürsten alle heißen.

Ihre Erfindung liegt bereits länger zurück als die meisten denken. Schon Mitte der 1950er-Jahre entwickelte ein findiger Schweizer Tüftler die erste elektrisch betriebene Maschine für die Zahnreinigung. Das Gerät war eher unhandlich und konnte sich am Markt nicht so recht durchsetzen. Den Durchbruch schaffte die elektrische Zahnbürste erst in den späten 1980er-Jahren.

Handzahnbürste braucht gute Putztechnik

Wegweisend war die Erfindung der extrem schnellen, ­sogenannten oszillierenden Bewegung der Bürsten in beide Richtungen. Dies erhöhte die Reinigungsleistung derart, dass immer mehr Zahnärzte für den Gebrauch von Elektro­zahnbürsten plädierten. Dass sie mittler­weile in fast allen Haushalt anzutreffen sind, hat allerdings nicht nur mit der Reinigungsqualität zu tun. Die Karies verursachende Plaque ließe sich mit einer Handzahnbürste nämlich genauso gut entfernen. Dazu ­benötigt man allerdings eine ausgefeilte Putztechnik, die nicht jedermanns Sache ist. Was außerdem für die Elektrozahnbürste spricht, ist die Tatsache, dass man damit ­weniger falsch machen kann – Putzschäden, wie sie bei unsachgemäßem Gebrauch von Handzahnbürsten häufig auftreten, sind leichter vermeidbar.

Bequemlichkeit fördert elektrische Zahnbürsten

Da Zähneputzen allgemein wohl eher als notwendiges Übel und als langweilig wahrgenommen wird, dürfte auch eine gewisse Bequemlichkeit die Verbreitung der elek­tri­schen Zahnbürsten gesteigert haben. Wer nun allerdings glaubt, dass sie auch eine Zeit­ersparnis beim Zähneputzen bringen, der täuscht sich. Eine elektrische Zahnbürste muss genauso lang benutzt werden wie eine Handzahnbürste, also mindestens zwei und bis zu fünf Minuten lang.

Zähne sollen sich glatt anfühlen

Die für die Zahn­reinigung notwendige Zeit ist individuell verschieden, sie hängt vom Zustand der Zähne und vom Belag ab. Als Faustregel gilt: Fühlen sich die Zähne nach dem Putzen glatt an und tritt kein Zahnfleischbluten auf, dann wurde korrekt und lang genug geputzt. Wie gut die Plaque entfernt worden ist, lässt sich auch mit Markierungsmitteln aus der Apotheke überprüfen.

Im aktuellen Test unserer Partnerorganisa­tion Stiftung Warentest sind neun auch in Österreich erhältliche Produkte vertreten.

Lesen Sie auch andere KONSUMENT-Artikel zur Zahnpflege und zur Zahnbehandlung sowie die Erfahrungen unserer Abonnenten im Forum Zähne

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Braun Oral-B Vitality Precision Clean, Philips Sonicare Diamond Clean, Curaprox Hydrosonic Dental Care Set CHS100, edel + white Sonic Generation Hydro Active Class Schallzahnbürste, Braun Oral-B TriZone 5000, Sanitas Schallzahnbürste SZA80, Grundig Schall-Zahnbürste TB8030, Müller/Sensident Batterie-Zahnbürste Expert, dm/Dontodent Batterie

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18 Stimmen

Kommentare

  • Philips Sanicare
    von Milik am 04.01.2014 um 10:03
    Gekauft im September 2012, verwendet ab Jänner 2013. Haltbarkeit des Akkus 3. Jänner 2014. Ab zur Entsorgung, keine Reparatur vorgesehen.
  • @reinhold trois: Braun Oral-B nicht empfehlenswert
    von rbarclay am 16.11.2013 um 00:25
    Das stimmt so nicht ganz. Es kommt auf den Umgang an - wenn man nach jedem Zähneputzen die komplette Zahnbürste (also nicht nur den Kopf, sondern auch den Griff!) ordentlich abspült, dann wird der auch nicht klebrig. Und wenn der Griff erst mal klebrig war, dann hilft nur mal mit Spülmittel&Schwamm dranzugehen - und ab dann jedes Mal ordentlich abzuspülen. Ordentlich abspülen heisst übrigens auch, den Bürstenkopf runterzunehmen.
  • Braun Oral-B nicht empfehlenswert
    von reinhold trois am 15.11.2013 um 19:15
    Der Griff der Zahnspüle und der Bürste fühlen sich nach ca. einem Jahr schmierig und klebrig an (richtig ekelhaft) und ist daher ein Hort von Bakterien. Ersatzbürsten sind sehr teuer. Weiters ist der Schlauch der Zahnspüle relativ schnell porös und bricht.
  • Testsieger weniger empfehlenswert
    von Mag Zirnig am 09.05.2013 um 16:04
    Die Modelle Braun Oral-B Vitality und Müller/Sensident sind wegen ihrer Bauart mit langsam drehendem rundem Bürstenkopf trotz ihres Testsiegs beim Glattflächenputzen weniger empfehlenswert als die guten Schallzahnbürsten Philips und Curaprox, deren längliche Bürstenköpfe viermal schneller hin- und herwischen und die Zahnpastenflüssigkeit durch die Zahnzwischenräume drücken, dort wo Zahnkaries und Zahnfleischentzündungen meist entstehen und die Borsten nicht hinkommen. Die Rundkopfbürsten können das nicht, wie Prof. Thomas Imfeld von der Universität Zürich gezeigt hat (http://www.srf.ch/player/tv/einstein/video/die-schallzahnbuerste?id=b9d16ea4-266b-4f55-8bb6-b6dd30e2d43f). Ihre Drehbewegung mit härteren Borsten birgt auch ein höheres Verletzungsrisiko für empfindliches Zahnfleisch als die weicheren Schwingborsten. Nimmt man die Gesamtwirkung des Putzens als Maßstab, müssten die Testsieger also Philips und Curaprox heißen, wobei das durchdringende Betriebsgeräusch der Curaprox viel Lärmtoleranz und das lange Umschalten zwischen den Putzeinstellungen viel Geduld erfordert. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Dass man bei keinem Modell den Akku wechseln kann, ist alles anderes als umweltfreundlich und sollte nicht unerwähnt bleiben. Das wäre technisch kein Problem, und hier könnten die EU-Umweltminister aktiv werden. Die verbieten aber lieber saubere Glühlampen und propagieren giftige Leuchtstoffröhren.
  • Vorteile für Schallzahlbürsten
    von Mag Zirnig am 28.04.2013 um 16:00
    Mit dem länglichen Bürstenkopf der Schallzahlbürsten putzt man in der gleichen Zeit mehr Zahnfläche als mit den kleinen Rundkopfbürsten. Die erstgereihte Braun-Rundkopfbürste wird also ihre bessere Leistung bei der Plaque-Entfernung an der Zahnputzmaschine in der Praxis nicht vollständig entfalten können, wenn der Benutzer nicht mehr Zeit als die genannten 2-5 Minuten investiert, um jeden Zahn einzeln zu putzen und die Bürste genau zu führen. Längliche Bürstenköpfe muss man nicht so exakt führen, um die gleiche Reinigungswirkung zu erziehen. Bei den Schneidezähnen, insbes. den zahnsteingefährdeten unteren, führe ich die elektrische Bürste auch senkrecht über die Zahnzwischenräume, was die Putzmaschine vermutlich nicht getan hat, weil der Test auf Plaque und Zahnflächen beschränkt war. Hier ist ein länglicher Bürstenkopf ebenfalls im Vorteil, vor allem wenn mit fortschreitendem Alter die Zwischenräume durch Zahnfleischschwund größer werden.
Bild: VKI