KONSUMENT.AT - Lebensmittel-Checks 2018: dreiste Schmähs - Irreführende Produktbezeichnungen

Lebensmittel-Checks 2018: dreiste Schmähs

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KONSUMENT 2/2019 veröffentlicht: 31.01.2019

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Irreführende Produktbezeichnungen

Produkte, deren Zusammensetzung nicht dem entspricht, was auf der Verpackung oder der Produktbeschreibung vorgegaukelt wird.

  • Barilla i Pesti alla Genovese

Laut Zutatenliste sind auch Cashews, Aromen, Zucker, Molke- und Buttermilchpulver sowie Säureregulatoren enthalten. (Bild: VKI)
Ein Pesto alla Genovese, das in seiner Zusammensetzung deutlich von klassischem Pesto abweicht.

  • Billa Tiramisu, Merkur Immer Gut Tiramisu

 

Bei klassischem Tiramisu gehört Mascarpone zu den Hauptzutaten. Doch in den Zutatenlisten des Tiramisus von Billa und von Merkur Immer gut rangiert der italienische Frischkäse nur unter ferner liefen. (Bild: VKI)

Tiramisus, deren Hauptzutaten Wasser, Glukosesirup, Zucker und Kokosöl sind. Die Zusammensetzung unterscheidet sich also deutlich von klassischem Tiramisu.

  • Knorr Käse Sauce

„Guter Geschmack ist unsere Natur; natürlich ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffe, Farbstoffe“, steht optisch hervorgehoben auf der Packung Knorr Feinschmecker Käse Sauce. (Bild: VKI)

Eine Fertigsauce, die laut Packungsaufschrift ohne Geschmacksverstärker auskommt, aber mit geschmacksverstärkenden Zutaten wie Hefeextrakt, Aromen und Würze hergestellt ist.

  • Alnatura Traube-Himbeere Früchteriegel

 Ein Produkt, das sich


Ein Früchteriegel, der mit Trauben und Himbeeren wirbt, aber in erster Linie aus Bananenflocken besteht. Die Trauben sind nur in Form von Saftkonzentrat enthalten.

  • Ovomaltine

Schon 1 Tasse Ovomaltine enthält insgesamt 20 g Zucker. Das entspricht laut WHO fast der Hälfte der täglichen Zuckermenge für einen Erwachsenen. (Bild: VKI)
Ein Instant-Kakao, der mit zugesetzten Vitaminen und Mineralstoffen wirbt, aber vor allem zuckersüß ist. 

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Kommentare

  • Überregeliert?
    von dlder am 22.02.2019 um 07:47
    Man möchte meinen, dass Österreich und die EU von Gesetzen überschwemmt und überreguliert sei.
    Wenn man aber bedenkt wie man als Kunde belogen wird (nicht nur bei Lebensmittel), so muss selbst ich zugeben, dass ein mehr an Regeln/Gesetzen und strengeres vorgehen der Behörden zumindest im "lebenswichtigem" Lebensmittel-Bereich stark zu begrüßen wäre!
  • Trauriger Trend
    von santodomingo am 15.02.2019 um 19:47
    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Konzerne mittlerweile mehr Geld ausgeben, um den Kunden in die Irre zu führen und die Zutatenliste so klein wie möglich auf den Produkten zu platzieren, als für das Produkt selbst. Ein trauriger Trend, denn man fühlt sich irgendwie immer belogen und getäuscht. Warum nicht ehrlich und gut lesbar draufschreiben, was drin ist? Mittlerweile sollten die Hersteller auch draufgekommen sein, dass die Kunden kritischer werden und sich nicht mehr für dumm verkaufen lassen.
    Ohne Brille kann ich gar nicht mehr einkaufen gehen...............
  • Marlenka Honigtorten-Kugeln
    von 0809brigitte am 06.02.2019 um 09:50
    Ich liebe seit Jahren tschechische Honigtorte, die vom Hersteller Marlenka inzwischen als rechteckige Torte z.B. bei Merkur, und seit Kurzem auch als Kugeln (z.B. bei Billa) erhältlich sind.
    Bei den Kugeln erlebte ich eine ärgerliche Überraschung: in einer großen Kartonverpackung, die mindestens 20 Stück, möglicherweise auch eine "2. Lage", vermuten lässt, sind lediglich 12 Stück enthalten. Diese sind noch umständlich auf einem Plastiktray mit Plastikdeckel angeordnet, und trotz Karton-Abstandhalter ist immer noch ein Teil der Verpackung leer. Wird wieder Zeit für ein Schreiben an den Hersteller...
  • Downsizing
    von ling am 01.02.2019 um 10:20
    Milka-Schokoladen (früher 300 g) sind mittlerweile nur mehr 270 g schwer, kosten aber nach wie vor soviel wie die ehemaligen 300-Gramm-Tafeln. Das Gewicht ist in sehr kleiner Schrift aufgedruckt und optisch ist der Unterschied natürlich nicht zu erkennen. Anfangs waren es nur einige Sorten und es gab auch welche mit 280 g, mittlerweile dürfte man jedoch generell nach unten "vereinheitlicht" haben.
    In solchen Fällen fragt sich der mündige Konsument natürlich: Wo bleibt hier die EU-Kommission mit ihrem Verordnungs- und Regulierungswahn? Bei diesen Produkten hätte es wenigstens einen Sinn!
    Böse Zungen werden vielleicht meinen, dass es sowieso gesünder sei, statt 300 g nur mehr 270 g zu essen. Das ist schon in Ordnung, doch dann möchte ich auch nur 270 g bezahlen.