KONSUMENT.AT - Greenwashing: Amazons "Öko-Gütesiegel“ - Climate Pledge Friendly - Umwelt oder Image?

Greenwashing: Amazons "Öko-Gütesiegel“

Umwelt-Engerl?

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KONSUMENT 8/2021 veröffentlicht: 19.07.2021

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Amazon-Paket (Foto:

Dass sich bei Amazon ganz viele hoch ­bezahlte Manager darüber den Kopf zerbrechen, wie uns Konsumenten das Kon­sumieren noch schmackhafter gemacht werden könnte, ist ein Faktum – weil inte­graler Bestandteil der Unternehmensmis­sion. Die Damen und Herren machen ihren Job gut, fast 400 Milliarden Dollar setzt der US-Konzern inzwischen pro Jahr um. Zum Vergleich: Das österreichische Brutto-Inlandsprodukt (BIP)  liegt in ähnlicher Dimension.

Ein Amazon-Expertenpool hat sich zuletzt augenscheinlich mit der Frage beschäftigt, wie das Schmackhaftmachen bei ökologisch denkenden Verbrauchern noch besser gelingen könnte: "Nachhaltigkeit ist ‚in’, damit muss doch weitaus mehr Geld zu ­machen sein!“ Ein Ansatz waren Gütesiegel.

Hier ein Label, dort ein Label

Wir alle kennen sie zur Genüge. Hier ein Label, dort ein Label. Alle klingen sie super und vertrauenswürdig. Aber sind sie es auch? „In diesem Siegel-Dschungel Orientierung zu bieten, das muss die Lösung sein“, dachte sich die Amazon-Expertenriege. Solche Meta-Siegel gibt es zwar schon, aber egal: Geboren war „Amazon Climate Pledge Friendly“. Und weil es ja nie genug Gütesiegel geben kann, gibt’s noch ein ­Design-Label von Amazon obendrauf.

Was uns stutzig gemacht hat

Eine neue Öko-Strategie vom weltweit größten Onlineversandhändler, der sich in der Vergangenheit nicht gerade als Umwelt-Engerl einen Namen gemacht hat? Allein das macht stutzig. Aber auch neu­gierig. Eine kritische Konsumentin hat uns darauf aufmerksam gemacht – danke!

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