KONSUMENT.AT - Dämmerungs-Einbrüche - Türen, Fenster, Terrassentüren sichern

Dämmerungs-Einbrüche

So schützen Sie sich

Seite 2 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
veröffentlicht: 10.11.2017

Inhalt

Mechanischer Schutz

Egal ob Wohnung oder Haus: Der erste Schritt zu mehr Sicherheit ist eine mechanische Abwehr. Dabei ist es wichtig, alle möglichen Angriffspunkte zu kennen und zu sichern. In einem Einfamilienhaus sind das außer der Eingangstüre alle Außenfenster, Balkon- und Terrassentüren, Kellerfenster und Dachluken. Nur wenn alle gesichert sind, können die Bewohner beruhigt sein. Denn Profi-Einbrecher erkennen mögliche Schwachstellen auf einen Blick und nützen sie eiskalt aus.

Sicherheitstüre

Eine einbruchshemmende Sicherheitstüre gehört zur Grundausstattung. Hohe Standards für alle Elemente einer Türe sind wichtig. Also nicht nur das Türblatt selbst, sondern auch der Türstock (Zarge) und die Scharniere. Ein robuster Schließmechanismus gehört ebenso dazu wie ein Schloss (Zylinder, mechatronisch), das aufbohr- und nachsperrsicher ist. Eine Bandsicherung mit Hintergreifhaken verhindert das Aushebeln der Tür. 

Prüfsiegel beachten

Zusatzsicherungen an der Innenseite, wie Querriegel oder Stangenschloss, erhöhen die Widerstandskraft zusätzlich. Nicht immer muss gleich eine neue Türe her, auch bestehende lassen sich heute ganz gut nachrüsten. Es empfiehlt sich, auf spezielle Prüfsiegel zu achten. Die Tür sollte eine Plakette tragen, dass sie nach Ö-Norm B-5338 geprüft ist, bzw. bei deutschen Herstellern nach DIN EN 1627.

Fenster, Balkon- und Terrasentüren  sichern

Auch leicht erreichbare Fenster gilt es zu sichern. Massive Fenstergitter eignen sich gut, sind aber nicht jedermanns Sache. Fenster brauchen einen massiven Rahmen, stabile Scharniere, eine Pilzzapfenverriegelung aus Stahl und am besten absperrbare Fenstergriffe. Weiters sollen sie gegen Ausheben und Aufbohren gesichert sein. Auch hier gilt: Achten Sie auf eine Prüfplakette nach Ö-Norm 5338!
Balkon- oder Terrassentüren lassen sich – ähnlich wie Eingangstüren – mit innen angebrachten Balkensystemen sichern.

Spezielle Verglasung

Zum Gesamtkonzept gehört eine geprüfte Verglasung. Statt eines Fenstertausches eignen sich Spezialfolien zum Aufkleben als preisgünstige und wirkungsvolle Lösung. Türen und Fenster werden in Österreich je nach Widerstandsfähigkeit in sechs Klassen eingeteilt. Die Polizei empfiehlt für den Privatbereich mindestens Widerstandsklasse 3 für Türen und 2 für Fenster.

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
2 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Bürger werden vom Staat allein gelassen bzw. es wird die Verantwortung abgewälzt
    von gerhard56 am 10.11.2017 um 16:45
    Der Staat hat kriminellen Elementen Tür und Tor geöffnet, will aber die Verantwortung für die Sicherheit auf den Staatsbürger abwälzen. Wenn der Staat der Meinung ist, das Grenzschutz etwas ist, was wir nicht brauchen, dann sollte der Staat die Kosten für die Sicherheit von Wohnungen und Häusern übernehmen. Diese Problematik ist ja erst evident geworden, nachdem der Staat bzw. die EU beschlossen hat, dass Grenzschutz zwar versprochen aber nicht eingehalten werden muss. Vor dieser Grenzöffnung ab es diese Problmatik ja kaum.