Kühlgerät im ungeheizten Keller

Umgebungstemperaturen

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KONSUMENT 11/2017 veröffentlicht: 25.10.2017

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"Wir haben im Lagerraum im Keller eine Kühl-Gefrier-Kombination stehen. Die taut im Winter von alleine ab. Warum passiert das?" - In den "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort – hier Karin Baumgarten-Doblander.

Karin Baumgarten-Doblander, Projektleiterin beim VKI; Bild: VKI

Karin Baumgarten-
Doblander

Subnormal und normal

Kühlgeräte sind in Klimaklassen eingeteilt. Diese geben einen Temperaturbereich an, in dem ein Gerät betrieben werden sollte. So steht z.B. SN (subnormal) für eine Umgebungstemperatur von +10 bis +32 Grad Celsius und N (normal) für +16 bis +32 Grad. SN ist die richtige Wahl für ungeheizte Keller, denn fällt die Umgebungstemperatur unter die angegebene Mindestemperatur, führt dies zum Auftauen im Tiefkühlfach. Der Grund dafür ist, dass Kühlraum und Tiefkühlfach meist einen gemeinsamen Kompressor haben, der über einen Thermostat im Kühlraum geregelt wird.

Bei geringer Umgebungstemperatur springt der Kompressor nur selten an, weil er die Temperatur im Kühlraum leicht halten kann. Für die erforderlichen –18 Grad im Tiefkühlfach genügt dies hingegen nicht. Kühlschränke der Klimaklasse SN lösen das Problem oft mit einer Heizung in der Nähe des Thermostats oder dadurch, dass die Innenraumbeleuchtung (üblich: 15 Watt) nicht abgeschaltet wird. Davon abgesehen können unterhalb der Mindestbetriebstemperatur Schmiermittel im Kompressor zu zähflüssig werden.

Tiefkühltruhen am empfehlenswertesten

Wer Energie sparen und ein Kühlgerät dauerhaft in einem ungeheizten Raum aufstellen möchte, entscheidet sich besser gegen eine Kühl-Gefrier-Kombination und für getrennte Geräte, wobei Tiefkühltruhen diesbezüglich noch empfehlenswerter sind als Tiefkühlschränke.

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