Hygiene im Haushalt

Kein Grund zur Panik

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KONSUMENT 3/2017 veröffentlicht: 23.02.2017

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Test: Nicht nur auf öffentlichen WCs fühlen sich Bakterien wohl. Auch im Geschirrschwamm für den Abwasch oder in den Furchen eines Schneidbretts können Krankheitserreger lauern. Wir haben uns auf die Suche nach Keimschleudern im Haushalt gemacht.

Haltestangen in der U-Bahn, Schiebegriffe von Einkaufswägen im Supermarkt, Liftknöpfe oder gar Türschnallen von Bahnhofs­toiletten: Es gibt vieles, vor dem einem ­grausen kann. Besonders dann, wenn rundherum vielleicht auch noch gehustet und ­geschnäuzt wird. Doch viele fürchten sich zu Unrecht vor Krankheitserregern im öffent­lichen Raum, wie unser Test Hygiene 1/2016 zeigte. Denn ganz entgegen unseren Erwartungen fielen die an zahlreichen Orten gemessenen Keimbelastungen weit weniger schlimm aus als gedacht. Echt ungustiös ging es lediglich auf den untersuchten öffentlichen WCs zu.

Sauberkeit zu Hause

Schon damals war klar, dass wir uns bei ­unserem Hygiene-Test nicht auf neuralgische Punkte außer Haus beschränken werden. In den eigenen vier Wänden ist Sauberkeit ein mindestens genauso wichtiges Thema. Und in jedem Haushalt findet sich vermutlich die eine oder andere vernachlässigte Ecke, die sich schnell zu einer unvermuteten Brutstätte für Keime entwickeln kann.

Test: Wo Keime gedeihen

Geht es um Bakterien im häuslichen Umfeld, werden meistens die Bereiche Küche und ­Badezimmer an erster Stelle genannt. Vor allem dort, wo gekocht wird, fühlen sich nicht nur Menschen, sondern auch Mikro­organismen wohl. Besonders gute Vermehrungsbedingungen finden sie in Abwasch­lappen bzw. -schwämmen und feuchten ­Geschirrtüchern. Aber auch Schneidbretter und Arbeitsplatten können im Fall des Falles von Krankheitserregern besiedelt werden. Ähnliches gilt für das unterste Fach im Kühlschrank, wo sich mit der Zeit alles sammelt, was aus gekühlten Lebensmitteln so vor sich hin saftelt und anschließend nach unten tropft. Im Bad sind das Waschbecken bzw. die ­Ablageflächen neben der Armatur, wo meist die Zahnbürsten im Becher geparkt werden, Hotspots für Keime. Auch hier ist es immer schön feucht, was einen Bakterien­rasen zum Blühen bringen kann.

Computermaus

Und noch einen Gegenstand haben wir als mögliche Bakterienschleuder ausgemacht: die Computermaus, die bei der Arbeit am Laptop oder Stand-PC im Dauereinsatz ist.

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Kommentare

  • Spülschwämme
    von Doris7 am 22.03.2017 um 10:55
    Ich verwende seit längerer Zeit Alternativen zu herkömmlichen Schwämmen. Diese sind in der Anschaffung zwar wesentlich teurer, lassen sich aber bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen und weisen eine lange Lebensdauer auf.
  • Schneidebretter
    von Retro am 26.02.2017 um 18:27
    Ich habe lange Zeit nach einem idealen Schneidbrett gesucht. Egal ob aus Holz oder Kunststoff: es entstehen Kratzer, Furchen und Abrieb. Durch die Rillen, lassen sich die Bretter nicht gut reinigen. Dass Plastikabrieb in die Nahrung gelangt, ist auch kein sehr angenehmer Gedanke. Aus diesem Grund bin ich auf Glasbretter umgestiegen. Auch nach längerem Gebrauch lassen sich keine Kratzer feststellen. Einfach unter dem Wasserhahn abwaschen und trocknen und das Ding ist wieder hygienisch.
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