Mogelpackungen: Vitameer, L’ORÉAL und Pharmawell

Viel Geld für Luft

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KONSUMENT 9/2016 veröffentlicht: 25.08.2016

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Die Kosmetikindustrie neigt dazu, ihre Produkte allzu großzügig zu verpacken. Wir klagen nun gegen Mogelpackungen von L´Oreal, Pharmawell und Vitameer.

Produkte deren Verpackung mehr Inhalt ­suggeriert, als tatsächlich vorhanden ist, ­regen Konsumentinnen und Konsumenten besonders auf. Fast täglich erreichen uns Beschwerdemails. Neben Lebensmitteln ­stehen vor allem Kosmetika in der Kritik. Wie sehr in dieser Sparte immer wieder getrickst wird, belegen auch unsere Tests. So verdienten sich etwa sieben von acht Antifaltencremen (KONSUMENT 3/2016) und sechs von zwölf Gesichtscremen (KONSUMENT 4/2015) das Prädikat „Mogelpackung“.

Fällt auf

Dreist treibt es die Industrie gerne bei Spezial­produkten, beispielsweise Antifaltencremen für die Augen. Bei einer Recherche in der Drogerie fielen uns drei Anbieter besonders auf: neben dem Branchenriesen L’Oréal (Youth Code Anti-Falten Pflege Auge, ­Revitalift ­Spezialpflege Auge, Youth Code Spezial­pflege Auge) auch noch Pharmawell (Novaroyal Supreme Lift & Repair Augen­creme) und Vitameer (Lift & Repair Augencreme).

Gleich groß, aber auch gleich viel drin?

Warum wir gegen alle drei ­Anbieter nun mit einer Klage vorgehen, erläutert VKI-Juristin Ulrike Docekal: „Die Ver­packungen der Augencremen sind teilweise genauso groß wie die von Gesichtscremen, die im Regal gleich daneben stehen. Man geht klarer­weise davon aus, dass überall gleich viel drin ist. Das ist aber nicht der Fall. Bei den Gesichtscremen sind 50 ml drin, bei den Augen­cremen nur 15 ml.“ 

Mogelpackung von Vitameer

Das Röntgenbild zeigt: große Verpackung, kleiner Tiegel, wenig Inhalt

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