KONSUMENT.AT - Kinder auf der Straße: Scooter, Skateboard, Rad - Radfahrprüfung empfohlen

Kinder auf der Straße: Scooter, Skateboard, Rad

Was ist erlaubt?

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KONSUMENT 7/2017 veröffentlicht: 07.04.2017

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Man sollte sich darauf aber nicht verlassen. Zu empfehlen ist, sein Kind erst dann allein auf die Straße zu lassen, wenn man sicher ist, dass es sich richtig verhält und die Gefahrenstellen auf dem Schulweg ausreichend gut kennt. Auf der (relativ) sicheren Seite ist man jedenfalls, wenn der Nachwuchs eine Radfahrprüfung positiv bestanden hat, dann kann er ab 10 Jahren alleine fahren.

Versicherung ratsam

Sollte dennoch etwas passieren, kann eine Privathaftpflichtversicherung (meist in der Haushaltsversicherung integriert, die auch im Haushalt lebende Kinder umfasst) schützen. Diese sollte die Kosten des verursachten Schadens übernehmen oder unberechtigte Forderungen abwehren. Sollten Personen zu Schaden kommen, kann dies den Verursacher in den Ruin treiben. Deshalb gehört eine private Haftpflichtversicherung zur Grundversorgung im Versicherungsbereich, die sollte nicht eingespart werden. 
Auch eine Unfallversicherung für Kinder ist zu überlegen. Dabei geht es vor allem darum, mögliche Invaliditäts-Dauerschäden finanziell abzusichern.

Novelle in Sicht?

Die „Radlobby Österreich“ fordert ein Maßnahmenpaket unter der Bezeichnung „Kind am Rad“ ein, das von Familienministerium und Kuratorium für Verkehrssicherheit unterstützt wird. Unter anderem wird im Forderungspapier verlangt, dass Kinder bis zum Alter von 10 Jahren eigenständig und unbegleitet den Gehsteig mit dem Rad nutzen dürfen. Ab 10 Jahren sollen sie unbegleitet auf der Straße fahren dürfen (bisher 12 Jahre), die Radfahrprüfung soll bereits im Alter von 8 (bisher 10) Jahren möglich sein. Übergeordnetes Ziel ist, dass Kinder häufiger und früher mit dem Rad fahren, nicht zuletzt, um dem Bewegungsmangel entgegenzuwirken. Überlegungen in diese Richtung werden auch im Infrastrukturministerium bestätigt, doch wann die Bestimmungen novelliert werden, ist derzeit nicht absehbar.

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Kommentare

  • e-Scooter
    von REDAKTION am 28.04.2017 um 16:53
    Elektroscooter mit einer Bauartgeschwindigkeit bis 25 km/h und 600 Watt werden wie Fahrräder behandelt. Liegen die Werte darüber gelten sie als Motorfahrräder und sind ausschließlich auf der Fahrbahn zu verwenden. Inwieweit Irreführung durch Händler vorliegt, lässt sich generell nicht beantworten. Man müsste sich den konkreten Fall ansehen. Man ist aber auf jeden Fall gut beraten, sich über die Bestimmungen zu erkundigen und vom Händler eine (schriftliche) Bestätigung zu verlangen. Ihr Konsument-Team
  • e-Scooter
    von frappe am 27.04.2017 um 21:47
    Ich denke, das Thema betrifft nicht nur Kinder. Die E-Roller sind bspw. auch bei Erwachsenen begehrt. Angeblich sind die Modelle, die eine Maximalgeschwindigkeit von 25 h/km haben, e-bikes gleichgestellt und dürfen auf der Straße verwendet werden. Stimmt das? Und dann gibt es die Händler, die e-Roller, die schneller sind, trotzdem mit einem 25 h/km Maximum ausweisen. Wer darauf reinfällt und meint mit so einem Roller im legalen Rahmen unterwegs zu sein, hat bei einem Unfall dann vermutlich die größten Schwierigkeiten. Sind dann die Händler wegen irreführender Werbung auch haftbar? Bzw. gibt es eine Möglichkeit gegen eine derart irreführende Werbung vorzugehen?