KONSUMENT.AT - Kaffeemaschinen: Pads und Kapseln - Test: Portionskaffeemaschinen von Cremesso, de'Longhi, Krups, Lavazza, Tchibo, Philips u. a.

Kaffeemaschinen: Pads und Kapseln

Günstige Geräte, teurer Kaffee

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KONSUMENT 10/2020 veröffentlicht: 21.09.2020, aktualisiert: 23.09.2020

Inhalt

Eine Erfolgsgeschichte mit zwei Seiten: Preis­günstigen Portionskaffeemaschinen stehen hohe Kaffeepreise gegenüber, dem Komfort die Müllproblematik.

Portionskaffeemaschinen: günstige Geräte, teurer Kaffee; (Bild: Inked Pixels/Shutterstock.com)

Folgende Portionskaffeemaschinen finden Sie im Test:

  • Cremesso Viva Elegante
  • Beanarella Nori V 4
  • Bosch Tassimo happy
  • De'Longhi Nescafé Dolce Gusto MiniMe EDG155
  • De'Longhi Nespresso Essenza Mini EN85
  • K-fee One
  • Krups Nespresso Essenza Mini XN1108
  • Lavazza Joli
  • Philips Senseo HD66554/68
  • Tchibo Cafissimo easy

Die Testtabelle informiert über: Testurteil, Preis und laufende Kosten, technische Details (Getränkevolumen von Espresso und Lungo, Größe des Wassertanks), Zubereitungszeit, Inbetriebnahme, Reinigen, Entkalken, Stromverbrauch, Geräusch, Sicherheit und Schadstoffe.

Lesen Sie auch den Erfahrungsbericht eines Abonnenten: Nespresso: verkalkt, Display finster, 150€ Reparatur


Einfach, sauber, teuer

Ein unleugbarer Vorteil der Pad- und Kapselmaschinen ist, dass man als Benutzer wenig falsch machen kann. Die Hand­habung ist einfach und sauber, weil die richtige Menge Kaffeepulver (im Test 5 bis 8 Gramm) in Kunststoff, Aluminium oder Filterpapier vorverpackt ist. All das hat trotzdem einen hohen Preis – vor allem, wenn man die Kosten pro Portion auf den Kilopreis hochrechnet und mit jenem für gemahlenen Kaffee oder geröstete Bohnen vergleicht.

Da landet man bei den Kapseln im günstigsten Fall bei 30 bis 40 Euro, eher jedoch bei 80 Euro und mehr, während sich herkömmlich verpackter Kaffee meist zwischen 8 und 16 Euro pro Kilogramm ­bewegt. Vergleichsweise günstig steigt man noch mit der Philips Senseo aus – die Pads kosten 19 Cent pro Stück und somit um 10 Cent weniger als die Kapseln für K-fee oder Tchibo und mindestens 22 Cent weniger als jene für Nespresso. Außerdem bereitet das Philips-Gerät auch Café Crema zu, also vereinfacht gesagt eine große Tasse schwarzen Kaffee, die mit 130 Millilitern das maximale Portionsvolumen aller anderen getesteten Kaffeemaschinen übersteigt.

Kapsel vs. Pad

Wobei man Kapsel- und Pad-Kaffee nur ­bedingt vergleichen kann. Pad-Maschinen wie die Philips Senseo bauen lediglich ein Bar Druck auf, das Wasser rinnt – ähnlich wie bei der altbekannten Filtermaschine – durchs Kaffeepulver. Kapselmaschinen hingegen imitieren die großen Siebträger­maschinen. Sie bauen je nach Modell einen Druck von 8 bis 20 Bar auf und pressen das Wasser durch die Kapsel mit fein gemahlenem Kaffeepulver.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Cremesso Viva Elegante, K-fee One, De'Longhi Nespresso Essenza Mini EN85, Krups Nespresso Essenza Mini XN1108, Beanarella Nori V 4, Lavazza Jolie, Bosch Tassimo happy, De'Longhi Nescafé Dolce Gusto MiniMe EDG155, Tchibo Cafissimo easy, Philips Senseo HD6554/68

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Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
13 Stimmen

Kommentare

  • Kapselmaschinen - welche übersteht 2 Jahre?
    von Tamy am 15.09.2021 um 20:19
    Ich stehe vor dem Kauf meiner 4. Kapselmaschine innerhalb der letzten 5 Jahre (wobei die erste 10 Jahre gehalten hat) - es scheint sich hierbei um ein Wegwerfprodukt handeln und ich hätte gehofft, bei diesem Test auch darüber etwas zu lesen.
    Und ja: über den Geschmack des Kaffees und die Crema - wäre schon auch interessant gewesen.
    Der wichtigste Aspekt für mich, der für Kapseln (es gibt zertifizierten Kaffee in kompostierbaren Kapseln) spricht: leichte Reinigung - bei den Kaffeemaschinen, die frisch mahlen, soll das Innenleben mit der Zeit nicht ganz gustiös sein...
  • Antwort an wichtiges Wichtl und "Konsument" zum Thema "Pumpendruck"
    von theltalpha am 15.11.2020 um 20:57
    Ich hoffe auch, dass der "Konsument" bei einem zukünftigen Test das Thema "Pumpendruck" anspricht und dabei aufklärt, dass der Pumpendruck beim Brühen (Brühdruck) bei etwa 8-10 Bar liegen sollte. Sollten Kaffeemaschinen wirklich mit 15 oder gar 20 Bar Druck brühen, würde das einen äußerst schlecht schmeckenden Kaffee ergeben. Die Angaben der Kaffeemaschinenhersteller beziehen sich somit auf den Maximaldrucks, den die Pumpe vorgeblich zu leisten imstande ist, und ist deswegen komplett irrelevant und irreführend, weil doch stark zu hoffen ist, dass das Wasser nicht mit 15 oder 20 Bar auf das Kaffeemehl trifft und in Wirklichkeit alles über 10 Bar unnötig ist.
  • Kaffemaschinen: Pads und Kapseln
    von permoser am 14.11.2020 um 09:52
    Liebes Konsumenten Team,
    ..sie haben ein tolles Produkt, das fast alle Kriterien in Einem erfüllt, nicht berücksichtigt.
    IKOHS Neue Multi-Kapsel-Kaffeemaschine Potts, mit neuen Adaptersystem, Dolce Gusto, Nespresso und auch mit gemahlenem Kaffee 19bar Drucks,Leistung: 1.450W. Die Potts Multikapsel wird mit einem Dosierlöffel und einer Presse für die Option für gemahlenen Kaffee geliefert... kompatibel mit Starbucks-Kapseln und Infusionskapseln!
  • Kaffee. Pad- und Kapselmaschinen
    von gws1 am 29.09.2020 um 10:52
    Dass Sie als Überschrift des Tests „Pad- und Kapselmaschinen“ schreiben, dann aber von den 10 Maschinen nur eine einzige Padmaschine anführen, ist dürftig und enttäuschend.
    Noch dazu, wo Kaffee-Pads weitaus umweltfreundlicher sind als Kapseln.
    schagu40

  • Martello
    von Dunkelsteinerwald am 28.09.2020 um 18:28
    Zur Vollständigkeit würde die "Martello" gehören, die bei Hofer verkauft wird. (Auch dort kostet die Kapsel 19 Cent,)