Windeln

Mit Leichtigkeit trocken

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KONSUMENT 11/2018 veröffentlicht: 25.11.2018, aktualisiert: 30.11.2018

Inhalt

Einwegwindeln werden immer leichter und effizienter – und Pampers schlägt alle. Mehrfachwindeln sind zwar etwas günstiger, aber nicht unbedingt ökologischer.

Folgende Produkte haben wir getestet:

  • Babylove - aktiv plus
  • BABYWELL - Premium Windeln
  • Beauty Baby - Premium Dry
  • Lupilu - Soft & dry
  • Moltex - nature no. 1
  • MYLOVE - MYLOVE
  • Naty - Naty
  • Pampers - premium protection
  • Pampers - baby-dry
  • PrettyBaby - Premium Windeln
  • Violeta - double care

In der Testtabelle finden Sie Informtionen zu Gewicht, Urinaufnahme, Hauttrockenheit, Irritation, Passform, Auslaufschutz, Sicherheit des Verschlusses, sowie eine Prüfung der chemischen Inhaltsstoffe.

Nachfolgend der Testbericht.


Einweg-­ oder Mehrfachwindeln?

Die Frage mutet einfach an, doch vielen (werdenden) Eltern fällt diese Grundsatzentscheidung nicht leicht. Und tatsächlich bringt das Abwägen der Vor­ und Nachteile keine wirklich eindeutige Antwort. Wegwerfwindeln verursachen riesige Mengen an Müll – ein Faktum, das nicht wegzudiskutieren ist. In der EU werden jährlich ca. 25 Milliarden Einwegwindeln hergestellt. Würde man diese aneinanderreihen, so könnte man den Äquator mehr als 300 Mal umwickeln.

6 % des Haushaltsmülls

Laut Informationen der Stadt Wien sind Wegwerfwindeln für rund 6 Prozent des Haushaltsmülls verantwortlich. Werden sie auf Deponien gelagert, ziehen rund 200 Jahre ins Land, bis die Babywindeln vollständig abgebaut sind. Und auch Betreiber von Müllverbrennungsanlagen haben  keine Freude mit Einwegwindeln, da sie aufgrund der hohen enthaltenen Feuchtigkeit nur schlecht verbrennen.  

CO2-Bilanz wird besser 

Alles in allem also ein mittleres Öko­-Desaster. Vor diesem Hintergrund
suchen immer mehr Konsumenten nach Alternativen. Im Durchschnitt werden Kinder 2,5 bis 3 Jahre lang gewickelt. (Bild: Doris Seyser/VKI)  '

Das ist auch den Windel­-Produzenten bewusst. Entsprechend steht das Thema Ressourcen­ und Gewichtsreduktion in den Forschungs­ und Entwicklungsabteilungen der Hersteller weit oben auf der Agenda. Und tatsächlich werden Windeln immer dünner und leichter.

Wir haben nachgewogen: In den vergangenen drei Jahren reduzierte sich das Durchschnittsgewicht von Einwegwindeln von 34 auf 32 Gramm. Die leichteste Babywindel im aktuellen Test, Pampers Baby­dry, wiegt 26,9 Gramm. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf die CO2­-Bilanz: Laut einer Studie der britischen Umweltbehörde verringerte sich der Einfluss von Einwegwindeln auf die globale Erwärmung zwischen 2003 und 2006 um 12 Prozent – beruhend auf einer Gewichtsreduktion der Windeln im selben Zeitraum um 13,5 Prozent. 

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Pampers premium protection, Pampers baby-dry, PrettyBaby Premium Windeln, BABYWELL Premium Windeln, babylove aktiv plus Premium Windeln, lupilu soft & dry, Beauty Baby Premium Dry, Violeta double care, MYLOVE MYLOVE, MOLTEX nature no. 1, Naty Naty

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Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
8 Stimmen

Kommentare

  • @Maximale Aufnahme wäre mal interessant!!!
    von REDAKTION am 20.11.2018 um 15:49

    Danke für die Anregung - wir werden sie an unsere Testabteilung weiterleiten. Prinzipiell hat unser Test jedoch gezeigt, dass die modernen, dünnen Windeln mit „Superabsorber“ viel mehr Flüssigkeit aufnehmen, als früher die dicken Zellstoffwindeln – und dies v.a. auch sehr rasch. Der Umkehrschluss „dünnere Windeln – weniger Aufnahmekapazität“ kann pauschal also nicht gezogen werden. Die Flüssigkeitsmenge im Test betrug insgesamt 240ml, aufgetragen in vier 60ml-Güssen im Abstand von 5 Minuten. 2 Modelle waren schon damit überfordert – hier liegt die Maximalmenge also sicher unter den 240ml. Vier weitere gingen leicht über, konnten die Flüssigkeit aber immerhin wieder aufnehmen. 
    Ihr KONSUMENT-Team

  • Maximale Aufnahme wäre mal interessant!!!
    von luna2 am 20.11.2018 um 14:00
    Liebe Tester!
    Für mich als Mama wäre es mal interessant wieviel ml Flüssigkeit die einzelnen Produkte aufnehmen können. Leider habe ich nämlich absolut konträre Erfahrungen gemach. Der Testsieger seit Jahren funktioniert bei meinen beiden Kindern nachts absolut nicht, welche Eltern stehen denn gerne nachts auf zum Windelwechseln?? Und welches Kind mag das gerne?? Nach meiner Erfahrung gibt es Windeln die bis zu 400ml aufnehmen ohne auszulaufen. Nachdem die Windeln immer dünner werden, denke ich, dass die maximale Aufnahme auch abnimmt. Super für die Firmen, öfter Wechseln noch mehr Gewinn... versteckt hinter neuer Technologie!!!
  • @Testergebnis entspricht nicht meiner Erfahrung
    von REDAKTION am 19.11.2018 um 11:41
    Besten Dank für Ihren Erfahrungsbericht! Unser Test setzte sich im Wesentlichen aus zwei Komponenten zusammen. Den Labortest und einem Praxistest. Bei letzterem wurde jedes Produkt an 30 Kindern zu Hause, den ganzen Tag und die ganze Nacht lang getestet. Die Testfamilien waren, wenn man so will, weniger streng als die Tester im Labor. Denn durchgefallen ist im Praxistest keines der Produkte, die Zufriedenheit war durchwegs hoch. Der standardisierte Labortest zeigte aber nachdrücklich, dass der Testsieger insbesondere in Sachen Absorptionsgeschwindigkeit einen Qualitätsvorsprung gegenüber sämtlichen anderen Produkten hat.
    Ihr KONSUMENT-Team
  • Testergebnis entspricht nicht meiner Erfahrung
    von Claudia.kitz@gmx.at am 19.11.2018 um 11:15
    Ich hoffe nicht, dass die Ergebnisse der anderen Tests auch so unrichtig sind, wie die Ergebnisse dieses Tests. Dann müsste ich mich wirklich fragen wozu ich das Abo habe. Ich habe drei Kinder und bei allen drei Kindern waren mit Pampers (egal welche Sorte und Größe) die Betten Morgens durch nass. Nicht nur gelegentlich. Nein, jede Nacht. Und immer wenn wir die Babylove Windeln vom DM verwendet haben, gab es in der Früh ein trockenes Bett, trotz schwerer Windeln. Meine Erfahrung stimmt also in keinster Weise mit ihrem Testergebnis überein.
  • @Verweigerte Aussage
    von REDAKTION am 16.11.2018 um 13:18
    Vielen Dank für Ihren Hinweis. Zur Erläuterung: Der vorliegende Test fokussiert auf Einwegwindeln. Den Mehrwegwindel-Teil des Berichts haben wir über (journalistische) Recherche abgedeckt. Die Berechnung des ökologischen Fußabdrucks ist hochkomplex und wurde, wie im Text zitiert, von der University of Queensland vorgenommen. In dieser Studie kamen die Wissenschafter zu dem Ergebnis, dass generalisierende Aussagen nicht möglich sind, da das persönliche Nutzerverhalten zu divers ist. Der Schluss ist aber zulässig, dass, wenn Konsumenten Mehrwegwindeln unter den von Ihnen skizzierten ökologischen Rahmenbedingungen nutzen, sie beim Thema Nachhaltigkeit die Nase vorn haben.
    Ihr KONSUMENT-Team
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