Investmentfonds

Geldanlage in der Krise

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veröffentlicht: 19.01.2015

Inhalt

Investmentfonds werden von Fondsgesellschaften oder auch von Kapitalanlagegesellschaften (KAG) herausgegeben und bieten Anlegern die Möglichkeit, in verschiedenste Finanzinstrumente und Märkte zu investieren.

Beurteilung

Sicherheit je nach Fondstyp mittel bis sehr hoch
Renditechancen je nach Fondstyp gering bis hoch
Kosten je nach Fondstyp gering bis hoch
Liquidität hoch bis sehr hoch
Komplexität, Handhabung, Bequemlichkeit einfach
Mindestveranlagung bei Fondssparplänen ab 50 Euro pro Monat, bei Einzelinvestitionen ab 4.000 Euro
Anteil am Portfolio bis 40 %


Vereinfacht gesprochen handelt es sich bei den Fondsgesellschaften gewissermaßen um Kapitalsammelstellen, die das von den Anlegern eingezahlte Geld verwalten. Die Anleger investieren ihr Geld jedoch nicht in die Fondsgesellschaft selbst, sondern in von ihr emittierte Investmentfonds, die von einem professionellen Fondsmanagement nach gesetzlichen Richtlinien verwaltet werden.

Sicherheit

Fonds weisen eine Vielfalt auf wie sonst kaum ein Anlageprodukt– von grundsoliden Papieren bis hin zu hoch riskanten Hedgefonds – und ebenso vielfältig ist das Risikopotenzial, einen Teil seines Geldes zu "versenken". Am besten fährt man, wenn man auch bei Investmentfonds nicht alles auf ein Pferd setzt, also seine Anlagen in verschiedene Fondstypen steckt, oder – wenn das eigene Vermögen das (noch) nicht zulässt – in Mischprodukte investiert, z.B. in gemischte Fonds.

Ein sehr geringes Risiko bergen Dachfonds, also Fonds, die sich ihrerseits wieder aus Fonds zusammensetzen, was den Nachteil hat, dass hier nicht nur die Managementgebühren für den Dachfonds eingerechnet werden, sondern auch die Handlingkosten für die dahintersteckenden Fonds. Hier sollte schon sehr genau abgewogen werden, ob die Mehrfachbelastung an Managementgebühren durch eine wirkliche Sicherheitserhöhung gerechtfertigt ist. Gering ist das Risiko auch bei Geldmarktfonds, Renten- und Mischfonds.

Riskanter sind hingegen Aktienfonds. Unterschiedlich ist die Situation bei Immobilienfonds: Hier ist von hoher Sicherheit bis zu hohem Risiko (bei geschlossenen Fonds) alles möglich. Als Faustregel sollte man hier beherzigen: Hände weg von Produkten, die man nicht durchschaut oder nicht nachvollziehen kann.

Renditechancen

So wie bei Anleihen richten sich auch bei Fonds die Renditechancen nach dem jeweiligen Typus. Ist ein Fonds ausschließlich in Aktien investiert, besteht ein höheres Risiko, und somit bestehen auch höhere Renditechancen.

Ist es ein aus Aktien und Anleihen gemischter Fonds, wird das Risiko der Aktienkursschwankungen durch die Anleihen abgefedert. Das kostet aber auch Rendite. Natürlich gibt es auch innerhalb der einzelnen Kategorien Unterschiede. So ist ein Aktienfonds, der vorwiegend auf etablierte Unternehmen setzt, einem geringeren Verlustrisiko ausgesetzt als ein Aktienfonds mit Schwerpunkt "Neue Technologien". Verallgemeinernd lässt sich dennoch sagen:

  • Dachfonds: Sehr geringe Renditechancen
  • Geldmarktfonds: Sehr geringe Renditechancen
  • Immobilienfonds: Geringe Renditechancen
  • Rentenfonds: Geringe bis mittlere Renditechancen
  • Aktienfonds: Mittlere bis sehr hohe Renditechancen
  • Mischfonds: Mittlere bis hohe Renditechancen
  • Hedgefonds: Sehr hohe Renditechancen

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