Energiekosten-Stop 2017

Die Bestbieter

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KONSUMENT 3/2017 veröffentlicht: 23.02.2017, aktualisiert: 24.05.2017

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Durchschnittlich 413 Euro Ersparnis: Es lohnt sich, den angestammten lokalen Anbietern Lebewohl zu sagen.

Die nun schon vierte Aktion Energiekosten- Stop brachte erneut ein höchst attraktives Ergebnis. In vier Kategorien wurden die Bestbieter Mitte Jänner in einer Versteigerungsaktion ermittelt. Die Beteiligung war größer denn je, was zeigt, dass der Wettbewerb auf dem heimischen Strom- und Gasmarkt immer besser funktioniert.

Billige Gemeinschaftstarife

MAXENERGY für Ökostrom, easy green energy für Umweltzeichen- Strom, goldgas für das Gasgebiet Ost und MONTANA für das Gasgebiet West (Tirol und Vorarlberg) heißen die diesjährigen Gewinner. Fast genau 56.600 österreichische Haushalte hatten sich für die Aktion angemeldet und können nun von den billigen Gemeinschaftstarifen profitieren. Diese können für Strom und Gas einzeln oder kombiniert in Anspruch genommen werden. 

Große Ersparnis

Die Ersparnis, die ein Haushalt mit durchschnittlichem Verbrauch lukrieren kann, beträgt 159 Euro bei Ökostrom, 131 Euro in der Kategorie Umweltzeichen- Strom und 254 Euro bei Gas – die größtmögliche Ersparnis für Bezieher von Strom und Gas zusammen liegt somit bei 413 Euro (siehe Tabelle „Durchschnittliche Ersparnis nach Bundesland“). Beachten Sie bitte, dass es sich dabei um gewichtete Mittelwerte handelt, die wir aus den Anmeldungen der rund 57.000 Teilnehmer in den Bundesländern errechnet haben. Zugrunde gelegt wurde ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh Strom und 15.000 kWh Gas.

Ersparnis nicht für jeden

Die Ersparnis ist im Vergleich zum Standardtarif des lokalen Anbieters zu sehen. Das heißt, sie wird vor allem für Erstwechsler gelten, die noch nie von ihrem angestammten Energieversorgungsunternehmen zu einem anderen gewechselt haben. Haushalte, die bereits bei einem alternativen Anbieter sind, werden vielleicht weniger einsparen können. Möglicherweise aber doch einiges, denn viele Anbieter locken mit einem Einmalrabatt beim Wechsel und heben danach die Tarife an – mitunter so stark, dass die Betroffenen mehr zahlen als je zuvor. Was bedeutet: Ein Wechsel lohnt sich fast immer!

Bedingungen für Anbieter

Die leidigen Einmalrabatte und die schnellen Tariferhöhungen sind auch der Grund, warum wir den Anbietern Bedingungen gestellt hatten: Sie mussten auf einen einmaligen Bonus verzichten und den Preis ab Lieferbeginn für ein Jahr garantieren. Stromanbieter mussten sich zusätzlich verpflichten, dass sie nur Strom aus erneuerbarer Energie anbieten, und zwar ausschließlich aus Österreich.

Umweltzeichen zertifiziert

Für besonders umweltbewusste Konsumenten hatten wir diesmal eine neue Kategorie geschaffen: Strom, der mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert ist. Kriterien dafür sind, dass der Strom aus mehreren erneuerbaren Quellen stammt (nicht nur Wasserkraft; z.B. auch Photovoltaik) und dass ein Mindestanteil aus neuen Anlagen kommen muss.

Verbrauch entscheidet über Ersparnis

Dieser Strom wird in der Regel etwas teurer sein als herkömmlicher. Doch nicht immer: Der diesjährige Bestbieter für Ökostrom bringt zwar bei durchschnittlichem Verbrauch (3.500 kWh) eine um rund 30 Euro höhere Ersparnis, doch der Wechsel auf den Tarif des Bestbieters für Umweltzeichen-Strom kann bei geringerem Verbrauch (Beispiel Single- Haushalt) sogar günstiger kommen. Bis zu einem Verbrauch von ungefähr 1.800 kWh steigt man bei easy green energy besser aus. Das liegt am Verzicht auf einen Grundpreis (siehe Tabelle „Die Tarife der Bestbieter“).

Sparen nur beim Energiepreis

Nicht vergessen sollte man, dass nur ein Teil der Energiekosten dem Wettbewerb unterliegt. Die Netzgebühren und die Abgaben bleiben gleich; nur beim sogenannten Energiepreis, der häufig nur ein Drittel der Gesamtkosten ausmacht, lässt sich sparen. Wenn Sie zu einem neuen Energieanbieter wechseln, bekommen Sie in vielen Fällen zwei getrennte Rechnungen: vom Netzbetreiber und vom neuen Energieanbieter. easy green energy und der Bestbieter von Gas West, MONTANA, bieten neben günstigen Tarifen auch eine integrierte Rechnung: Sie verrechnen die Netzgebühren mit dem Netzbetreiber und senden ihren Kunden eine Gesamtrechnung für Netz und Energieverbrauch.

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Kommentare

  • MAXENERGY
    von REDAKTION am 04.07.2017 um 11:26
    Ein Wechsel zu dieser Aktion ist nicht mehr möglich. Aber wir prüfen derzeit die Preiserhöhung von MAXENERGY für den Gemeinschaftstarif 2016. Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an energiekosten-stop@vki.at. Sobald unsere Prüfung abgeschlossen ist, erhalten Sie umgehend weitere Informationen von uns. Ihr Konsument-Team
  • MAXENERGY
    von Schussek am 30.06.2017 um 19:43
    Hallo "Konsument"-Team, die Tarife Strom von MAXENERGY für die Aktion 2017 2,96 c/kWh und 30,00 €/a Grundgebühr die soeben bekanntgegebenen Tarifänderungen für den Tarif aus der Aktion 2016 *SPAR MAX STROM* 3,98c/kWh und 71,88/a Grundgebühr - könnt ihr mir die Bezeichnung des Tarifes des Aktion 2017 übermitteln, damit ich innerhalb MAXENERGY wechseln kann !
  • MAXENERGY
    von analog56 am 04.06.2017 um 20:15
    Ich habe an den "Energiekostenstop"-Aktionen des VKI 2013/2014/2015/2016 teilgenommen. Die Aktion 2017 habe ich erstmalig "ausgelassen" -und schon ist es passiert! Mit der VKI-Aktion 2016 bin ich sowohl mit Strom- als auch Gasbezug zu MAXENERGY gewechselt mit Mail von Mai bzw. Juni 2017 wurde ich über den Ablauf der Preisgarantie per 18.03.(!)2017 informiert. Für beide Energieträger wurde mir jeweils eine Preisgarantie für weitere 12 Monate angeboten, allerdings zu "sagenhaften" Konditionen! STROM - Arbeitspreis 2016 = 3,17 ct // Arbeitspreis 2017 = 3,74 ct STROM - Grundpreis 2016 = € 30,00 pa // Grundpreis 2017 = € 71,88 pa !!! GAS - Arbeitspreis 2016 = 2,09 ct // Arbeitspreis 2017 = 2,27 ct GAS - Grundpreis 2016 = € 30,00 pa // Grundpreis 2017 = € 71,86 pa !!! Der Preisunterschied für Strom beim Grundpreis sind für mich im Vergleich zu jenem der VKI-Aktion 2017 nicht verständlich. Insgesamt verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass es für mich am effizientesten ist, wenn ich dem VKI (DANKE dafür, dass es Sie gibt!) einen "Dauerauftrag" zum jährlichen Wechsel der Energieanbieter erteile. Denn als privater Kunde ist man sonst wirklich dem "freien Spiel des Marktes" ausgeliefert! So habe ich eigentlich nicht die Liberalisierung des Energie-Marktes verstanden!
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