KONSUMENT.AT - Druckertinten und -toner - Sparen beim Drucken 3: Farbe verwenden und entsorgen

Druckertinten und -toner

"Dritt"brettfahrer punkten

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KONSUMENT 10/2012 veröffentlicht: 27.09.2012, aktualisiert: 28.11.2012

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Sparen beim Drucken: Farbe verwenden und entsorgen

Eintrocknen verhindern

Bei Tintenstrahlern besteht – prinzipiell – die Gefahr, dass die Tinte eintrocknet. Diese wird aber häufig überschätzt. Stellen Sie sicher, dass Sie mindestens einmal monatlich einen Ausdruck in allen Farben machen, dann können Sie das Problem vergessen. Andernfalls verbrauchen Sie für den eventuell nötigen Reinigungsvorgang unnötig Tinte.

Kartusche schütteln

Die Füllstandsanzeige der meisten Tonerkartuschen reagiert meist schon mit „leer“, wenn durchaus noch Toner vorhanden, dieser aber schon ungleichmäßig verteilt ist. Nehmen Sie die Kartusche aus dem Drucker und schütteln Sie diese (mit Gefühl) in horizontaler Richtung, damit der Resttoner gleichmäßig verteilt wird. Damit sind erfahrungsgemäß noch mindestens 20 bis 50 weitere Ausdrucke möglich.

Patronen und Kartuschen richtig entsorgen

Das bedeutet zwar keine Ersparnis für Sie, jedoch möglicherweise für die Umwelt. Denn Patronen und Kartuschen dürfen ohnehin nicht im Hausmüll landen. Das dürfen aber beispielsweise Batterien auch nicht. Allerdings hat noch niemand einen Batteriehersteller gesehen, der dazu einlädt, leere Batterien an ihn zurückzusenden (sie werden vielmehr herstellerunabhängig gesammelt und entsorgt).

Druckerhersteller tun dies mit unterschiedlichen Strategien jedoch sehr wohl. Weil sie die Umwelt schonen wollen. Möglicherweise richtiger: Weil sie am Leergut interessiert sind, um dieses vom Markt abzuziehen. Denn hat die Konkurrenzbranche der Recycler kein Leergut, kann sie nichts befüllen und somit nichts verkaufen – der Konsument muss also auf das teurere Angebot des Original-Herstellers zurückgreifen.

Was also tun?

Bevor Leermaterial im Hausmüll landet, ist es besser, das jeweilige Rücknahme-Angebot des Herstellers in Anspruch zu nehmen. Auch wenn nicht klar ist, was dieser wirklich mit dem Leergut macht.
Andernfalls geben Sie leere Kartuschen im nächsten Refill-Shop um die Ecke ab. Die meisten werden sie gerne entgegennehmen.

Oder bestellen Sie unter http://www.cartridgecollect.at/ einen Karton für ihre leeren Patronen/Kartuschen. Ist er voll, wird er kostenlos abgeholt und der Inhalt bei Eignung wieder befüllt (das ist ein Service des österreichischen Herstellers Embatex).

Angeboten wie etwa jenem von Lexmark, dass Sie Neukartuschen zum verbilligten Preis erhalten, sofern Sie sich vertraglich verpflichten, das Leergut zu retournieren, sollten Sie hingegen mit Vorsicht begegnen. Alternativprodukte von Drittanbietern kosten selbst ohne eine solche Verpflichtung oft nur einen Bruchteil des „verbilligten“ Preises und sind dennoch recycelbar.

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Kommentare

  • Weniger drucken mit Original-Tonern!
    von Mounty am 28.09.2012 um 18:16
    Bei Original-Tonern ist oft ein Zählmechanismus eingebaut, welcher den Toner ab einer gewissen Seitenanzahl abschaltet, obwohl dieser noch nicht ganz leer ist