KONSUMENT.AT - Kaffeeanbieter - Trend zu zertifiziertem Kaffee

Kaffeeanbieter

Das ist bitter!

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KONSUMENT 7/2014 veröffentlicht: 25.06.2014, aktualisiert: 03.07.2014

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Realität der Rohstoffgewinnung bleibt verborgen

Der durchschnittliche Kaffeetrinker trinkt 2,9 Tassen pro Tag, ist sich aber häufig nicht bewusst, unter welch miserablen Bedingungen die Kaffeekirschen angebaut und geerntet werden. Dank mehr oder weniger penetranter Werbung werden die großen Kaffeemarken nur mit Luxus, Genuss und Lust in Verbindung gebracht – die Realität in der Rohstoffgewinnung bleibt vielen verborgen.

Dennoch: Die meisten Markenfirmen haben mittlerweile ­erkannt, dass sie nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern für die gesamte Wertschöpfungskette verantwortlich sind, wollen sie ihre Reputation nicht aufs Spiel setzen.

Trend zu zertifiziertem Kaffee

In den letzten Jahren hat sich der Trend zu zertifiziertem Kaffee verstärkt. Die Zertifizierung, sei es durch ein unternehmensinternes Prüfsystem, sei es durch eine unabhängige Organisation, soll belegen, dass bei der Produktion Mindeststandards in sozialer und/oder ökologischer Hinsicht eingehalten wurden. Nicht wenige Markenfirmen haben sich zum Ziel gesetzt, in absehbarer Zeit 100 Prozent zertifizierten ­Kaffee im Angebot zu haben.

Marktführer: Mondelez-Konzern, Tchibo/Eduscho und Nestlé

Marktführer in Österreich ist der Mondelez-Konzern (vormals Kraft Foods) mit den Kaffeemarken Jacobs, Kaffee Hag und Tassimo, ­gefolgt von Tchibo/Eduscho. Nestlé, größter Nahrungsmittelproduzent der Welt, spielt ebenfalls eine gewichtige Rolle, auch wenn er mengenmäßig beim Kaffee keine Spitzenrolle einnimmt. Wertmäßig liegt er dank Nespresso-Kapseln und Nescafé auf dem dritten Platz.

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Kommentare

  • Segafredo
    von pblazek am 04.11.2014 um 12:27
    Wenn eine Zertifizierung nur zu PR-Zwecken dient, was ist dann erst von einer Selbstdarstellung zu halten, die von keiner Seite bestätigt werden kann? Eine Zertifizierung durch eine unabhängige Organisation sollte heute selbstverständlich sein. Wer glaubt, ohne eine solche auszukommen, muss auf andere Weise belegen, dass er soziale und ökologische Mindeststandards einhält. Über Segafredo sind keine diesbezüglichen Informationen verfügbar. Ihr Konsument-Team
  • Kommentar von Segafredo
    von Thallingerm am 03.11.2014 um 22:43
    Guten Tag, vielen Dank für Ihr Mail, wir sind für alle Anregungen und Fragen unserer Kunden dankbar. Zu unserem Bedauern war der Artikel im Konsument nicht genau recherchiert. Segafredo Zanetti bzw. unsere Muttergesellschaft die Massimo Zanetti Beverage Group ist der einzige Kaffeeanbieter, der über eigene Anbauflächen verfügt. Wir besitzen eine Plantage in Brasilien, die „Nossa Senhora da Guia“, zudem Anbauflächen in Costa Rica (http://www.mzb-group.com/en/activities/roasted-coffee-roasting-plants/dettaglio/cafe-montana), Honduras und Hawaii (http://www.mzb-group.com/en/activities/roasted-coffee-roasting-plants/dettaglio/kauai-coffee ). Auf diesen Plantagen verfolgt Massimo Zanetti, unser Eigner, seine eigene Nachhaltigkeitspolitik. Die Arbeiter sind fix ganzjährig angestellt, verdienen sehr gut, für Unterbringung, Kost und Arbeitskleidung ist gesorgt. Es gibt eine medizinische Versorgung sowie eine Schultransport für die Kinder der Plantagenmitarbeiter. Dieses Engagement ist ein persönliches Anliegen unseres Eigentümers, der sich den Arbeitern auf unseren Anbauflächen verpflichtet fühlt. Daher wird es auch keine kostenintensive, aber lediglich zu PR-Zwecken dienende Zertifizierung unserer Plantagen geben. Um sein soziales Engagement noch besser koordinieren zu können, hat Herr Zanetti die Fondazione Zanetti Onlus gegründet (http://www.fondazionezanetti-onlus.org/en/), die humanitäre Projekte in Südamerika und Afrika fördert.
  • Meinl
    von REDAKTION am 30.06.2014 um 14:57

    Es handelt sich um einen internationalen Gemeinschaftstest, nationale Kaffeeanbieter konnten nur zum Teil berücksichtigt werden. Aus Kostengründen haben wir uns entschlossen, nur die bedeutendsten Anbieter auf dem heimischen Markt mittesten zu lassen. Wir bitten um Verständnis.

    Ihr Konsument-Team

  • kaffeetest
    von DorisG am 28.06.2014 um 10:20
    frage: wieso wurde meinl kaffee nicht erwähnt????