KONSUMENT.AT - Müll vermeiden im Badezimmer - Körperhygiene & Co nachhaltiger gestalten

Müll vermeiden im Badezimmer

Tipps für den Alltag

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KONSUMENT 9/2020 veröffentlicht: 27.08.2020

Inhalt

Ein Blick ins Badezimmer offenbart es: Dort steht oft viel zu viel Plastik herum. Plastik, das Sie sich sparen könnten.

In diesem Artikel finden Sie Anregungen, wie Sie Körperhygiene & Co nachhaltiger gestalten können. (Bild: Billion Photos/Shutterstock.com)

Jeder Österreicher produziert – rein rechnerisch – pro Jahr fast 500 Kilogramm Siedlungsmüll, rund 100 Kilo aus Kunststoff. Ein ganz schöner Batzen! Sollten wir nicht ein wenig auf die Bremse steigen? Das funktioniert auch ohne Komfort- bzw. Qualitätsverlust. Zum Beispiel im Badezimmer. Hier ein paar Anregungen, wie Sie Körperhygiene & Co nachhaltiger gestalten können:

  • Shampoo. Nicht nur im Reformhaus, auch in der Drogerie um die Ecke gibt’s mittlerweile Haarseifen und feste Shampoos, die üblicherweise in Pappschachteln oder in Papier eingewickelt verkauft werden. In dieser Ausgabe haben wir  solche Produkte getestet , sie schnitten überwiegend gut ab.
  • Duschgel. Auch für Duschgels gilt: Die Auswahl an (durchaus preiswerten) festen Alternativ-Produkten nimmt zu. Auch diese kommen in der Regel ohne Kunststoffverpackung aus.
  • Handseife. Warum nicht wie früher üblich wieder zu Seifenstücken greifen?
  • Rasierschaum. Rasierseife am Stück ist sicher die nachhaltigere Lösung als Schaum aus der Dose. Bei wenig empfindlicher Haut könnte es auch normale Handseife tun.
  • Nassrasierer. Einwegrasierer sind aus Umweltsicht ein absolutes No-Go. Wie wäre es mit einem Rasierhobel aus Edelstahl? Es gibt auch Produkte am Markt, die in Papier oder Pappschachteln verkauft werden. Dazu passend: der Rasierpinsel aus Holz.
  • Tampons. Auch Damenhygiene ist mit einem geringeren Müllaufkommen möglich. In KONSUMENT 6/2018 haben wir Menstruationscups getestet, mit durchaus erfreulichen Ergebnissen (2 sehr gut, 5 gut).
  • Zahnpasta. Zahnputztabletten und -pulver sind mittlerweile auch im Drogeriemarkt zu finden. Die meist in Papiersäckchen abgepackten Produkte sind ökologischer als Pasta aus der Kunststofftube. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass diese Putz-Alternativen genügend Fluorid enthalten, denn nur so ist eine effektive Anti-Karies-Wirkung gegeben.
  • Zahnbürste. Holz-Zahnbürsten sind mannigfach erhältlich. Zur Vorsicht raten wir aber bei „Bambus“-Varianten, ohne selbige konkret getestet zu haben. Sehr wohl getestet haben wir in KONSUMENT 7/2020 aber Kindergeschirr-Produkte aus „Bambus“ . Alle waren so stark mit Schadstoffen belastet, dass keines in Verkehr gebracht hätte werden sollen. Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass wohl auch Zahnbürsten aus „Bambus“ nicht die gesündeste Alternative sind.
  • Nagelfeile. Lieber mit Edelstahl- als mit Kunststoff-Griff.
  • Haarbürste/Kamm. Aus Holz!

Abschließend wollen wir deutlich herausstreichen: Alltagsprodukte, die häufig nachgekauft werden müssen, z.B. Haarshampoo oder Duschgel, können recht rasch auf „plastikfrei“ umgestellt werden. Bei langlebigen Produkten wie z.B. einem Kamm wäre es aber aus Ressourcen- und Umweltsicht grundverkehrt, in jedem Fall neue Teile anzuschaffen. Solange es die alten Produkte noch tun, bitte selbige weiterverwenden!  

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