Lebensversicherung als Geldanlage

Land in Sicht

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KONSUMENT 5/2017 veröffentlicht: 27.04.2017

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Über Lebensversicherungen gab es lange nichts Positives zu berichten. Nun scheint der Markt zumindest bei fondsgebundenen Polizzen in Bewegung zu geraten.

„Der König ist tot, es lebe der König!“, lautet die alte Heroldsformel, die sich derzeit im Zusammenhang mit Lebensversicherungen aufdrängt. Aus Sicht der Sparer lagen Er-/ Ablebensversicherung, fondsgebundene Polizzen oder die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge (PZV) in den vergangenen Jahren in den letzten Zügen.

Zeitgemäße, kostenfreundlichere Produkte

Intransparente, unflexible Vertragsstrukturen, extrem schlanke Garantiezinsen, kaum oder überhaupt keine Gewinnbeteiligungen und dazu Sparanteile von nur 80 Prozent des investierten Kapitals, weil 20 Prozent für Gebühren und Provisionen draufgingen – das bewog immer mehr Anleger zum finalen Ausstieg. Nun überlegen sich Anbieter verstärkt zeitgemäße, transparentere und insbesondere kostenfreundlichere Produkte, wenn auch bislang vor allem im Bereich der fondsgebundenen Varianten.

Schwierige Zeiten für Zinsprodukte

Bei den klassischen Er- und Ablebensversicherungen wird die Zinsproblematik weiterhin für starken Gegenwind sorgen: Bleiben die Zinsen niedrig wie jetzt, sind kaum Erträge zu erwirtschaften. Steigen die Zinsen, werden die vor allem in Staats- und sichere Unternehmensanleihen investierten Zinspapiere in den Deckungsstöcken der Versicherer massiv an Wert verlieren, weil deren Kurse stark sinken werden. Auch das wird auf die Erträge für die Lebensversicherten drücken.

Wer derzeit und in naher Zukunft eine wenigstens inflationsausgleichende Rendite sucht, kommt um Aktien nicht herum. Damit geht ein gewisses Verlustrisiko einher. Aber während es bei den Zinsprodukten fix zu einem geldwerten Verlust kommt, bieten Aktienprodukte zumindest auch Chancen, und das Risiko lässt sich mittels Fonds streuen.

Überbordende Kosten, enttäuschte Anleger

Hier kommt die fondsgebundene Lebensversicherung ins Spiel. Auch diese ist in den vergangenen Jahren in Verruf geraten: Negative Wertentwicklungen durch suboptimale Veranlagungsstrategien und – eben auch hier – überbordende Kosten haben dazu geführt, dass viele Anleger wütend und enttäuscht mit Verlusten aus ihren Fondspolizzen ausgestiegen sind.

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