Supermärkte

Lebensmittel für den Müll

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KONSUMENT 4/2016 veröffentlicht: 23.03.2016, aktualisiert: 30.05.2016

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Tausende Tonnen an genießbaren Lebensmitteln werden in Österreich jährlich vom Handel entsorgt. Die großen Konzerne, aber auch die Konsumenten sind gefordert, gegenzusteuern.

Österreichs Supermärkte werfen jährlich 74.100 Tonnen essbarer Lebensmittel in die Abfalltonnen – das ergab eine Studie des ­Instituts für Abfallwirtschaft an der Wiener Universität für Bodenkultur. Dabei handelt es sich um Produkte wie Fleisch, dessen ­Verbrauchsdatum abgelaufen ist, oder um beschädigte Ware, die nicht mehr verkauft werden kann. Darüber hinaus wurden 35.600 Tonnen nicht verkauftes Brot und Gebäck an die Lieferanten retourniert und 6.600 Tonnen Lebensmittel an soziale Einrichtungen weitergegeben.

Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung

In Frankreich sieht ein kürzlich verabschie­detes Gesetz vor, dass Supermärkte übrig gebliebene Lebensmittel nicht mehr wegwerfen dürfen. Diese Ware soll gespendet, als Tiernahrung genutzt oder als Kompost für die Landwirtschaft verwendet werden. Supermärkte mit einer Fläche von über 400 Quadratmetern werden verpflichtet, mit einer karitativen Organisation ein Abkommen für Lebensmittelspenden zu schließen. Frankreich folgt damit dem Beispiel Belgiens, das im Vorjahr als erstes europäisches Land ein ähnliches Gesetz verabschiedete.

Freiwillige Aktionen

Wäre ein derartiges Gesetz auch in Österreich möglich? „Die österreichische Situa­tion lässt sich mit der Frankreichs nicht vergleichen“, erklärt Natascha Unger vom ­Umweltministerium. „Lebensmittel werden in Österreich schon seit Jahren einer bio­logischen Verwertung zugeführt oder zu ­Kompost und Biogas verarbeitet. Es wird ­weniger auf Gesetze, sondern auf freiwillige Aktionen gesetzt.“ Auch Österreichs größte Lebensmittelkonzerne Rewe (Billa, Merkur), Spar und Hofer sind Partner der Initiative. 

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Kommentare

  • lästige Gutscheinaktionen der Supermärkte
    von olbendorf am 01.06.2016 um 09:41
    Ich kaufe zwar hauptsächlich bei Nahversorgern/Bauernläden ein, ganz kommt man aber um die Supermärkte nicht herum. In letzter Zeit fällt mir auf, dass die Gutscheinaktionen überhand nehmen und man zur Verwaltung all dieser Zettel (gültig meist nur für eine bestimmte Produktgruppe, zu einem bestimmten Zeitpunkt,für Vorteilskartenbesitzter,...) fast eine Sekretärin bräuchte. Zum Handkuss kommen außerdem die Kassiererinnen im Supermarkt, die dann - wie auch schon öfters beobachtet - die verärgerten Kunden aufklären müssen, warum die Aktion nicht mehr/noch nicht gilt, wenn sie nur ab 3 Pkg. und nicht ab 2 Pkg. gilt, usw. Originalzitat einer genervten Kassiererin: "Wer lässt sich so etwas einfallen?" Zum Schreiben dieses Leserbriefes hat mich letztendlich ein Vorfall in einem Merkur-Markt bewogen. Ich habe gestern Abend (31.5.2016) meinen Einkauf an der Kasse bezahlt und mit dem Kassenbon einen "-10% Rabattgutschein" für den nächsten Einkauf bekommen - und jetzt kommts: Gültig im Monat Mai 2016! Da erkläre mir jemand, wie ich den noch einlösen soll! Mich, die ich ohnehin kaum Kundenkarten verwende, hat dieser Vorfall jedenfalls dazu bewogen, auch noch die restlichen zu entsorgen und ich bin überzeugt, dass diese Flut an Werbemaßnahmen mit der Zeit immer mehr KundInnen vergrämen wird und damit letztendlich auch für die Konzerne kontraproduktiv sein wird. Abschließen möchte ich mit etwas Positivem: ich bin seit mehr als 10 Jahren zufriedene Konsument-Abonnentin, großes Lob an den VKI! Andrea F.
  • Genießbare lebensmittel
    von skipper54 am 25.05.2016 um 21:12
    Merkur bittet ständig Lebensmittel vor dem Ablauf um - 50% an,so sparen wir bei jeden Einkauf an die 40€.
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