KONSUMENT.AT - Supermärkte - In den Müll: 74.100 Tonnen essbare Lebensmittel

Supermärkte

Lebensmittel für den Müll

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KONSUMENT 4/2016 veröffentlicht: 23.03.2016, aktualisiert: 27.05.2019

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Tausende Tonnen an genießbaren Lebensmitteln werden in Österreich jährlich vom Handel entsorgt. Die großen Konzerne, aber auch die Konsumenten sind gefordert, gegenzusteuern.

Lesen Sie auch die beobachtung eines Abonnenten in unserem Forum: Forum: Billa schmeißt Nahrungsmittel weg 5/2019


Österreichs Supermärkte werfen jährlich 74.100 Tonnen essbarer Lebensmittel in die Abfalltonnen – das ergab eine Studie des ­Instituts für Abfallwirtschaft an der Wiener Universität für Bodenkultur. Dabei handelt es sich um Produkte wie Fleisch, dessen ­Verbrauchsdatum abgelaufen ist, oder um beschädigte Ware, die nicht mehr verkauft werden kann. Darüber hinaus wurden 35.600 Tonnen nicht verkauftes Brot und Gebäck an die Lieferanten retourniert und 6.600 Tonnen Lebensmittel an soziale Einrichtungen weitergegeben.

Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung

In Frankreich sieht ein kürzlich verabschie­detes Gesetz vor, dass Supermärkte übrig gebliebene Lebensmittel nicht mehr wegwerfen dürfen. Diese Ware soll gespendet, als Tiernahrung genutzt oder als Kompost für die Landwirtschaft verwendet werden. Supermärkte mit einer Fläche von über 400 Quadratmetern werden verpflichtet, mit einer karitativen Organisation ein Abkommen für Lebensmittelspenden zu schließen. Frankreich folgt damit dem Beispiel Belgiens, das im Vorjahr als erstes europäisches Land ein ähnliches Gesetz verabschiedete.

Freiwillige Aktionen

Wäre ein derartiges Gesetz auch in Österreich möglich? „Die österreichische Situa­tion lässt sich mit der Frankreichs nicht vergleichen“, erklärt Natascha Unger vom ­Umweltministerium. „Lebensmittel werden in Österreich schon seit Jahren einer bio­logischen Verwertung zugeführt oder zu ­Kompost und Biogas verarbeitet. Es wird ­weniger auf Gesetze, sondern auf freiwillige Aktionen gesetzt.“ Auch Österreichs größte Lebensmittelkonzerne Rewe (Billa, Merkur), Spar und Hofer sind Partner der Initiative. 

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