Preisvergleich Supermärkte

Billig, bio, Marke

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KONSUMENT 9/2016 veröffentlicht: 25.08.2016, aktualisiert: 31.10.2016

Inhalt

Preise vergleichen im Supermarkt: Wir haben drei Warenkörbe ­zusammengestellt und die Preise von sieben Lebensmittelketten erhoben. Bei jedem dritten Produkt gibt es Unterschiede von 50 Prozent und mehr.

In unserem Supermarkt-Preisvergleich haben wir die Preise von Hofer, Penny, Lidl, Merkur, Billa, Spar/Interspar, MPreis verglichen. U.a. diese Produkte sind im Preisvergleich:

  • Bananen
  • Bier
  • Cola-Getränk
  • Dorschfilet
  • Eier
  • Estragonsenf
  • Geschirrspülmittel
  • Gouda
  • Häuptelsalat
  • Karotten
  • Marillenmarmelade
  • Mineralwasser
  • Mischbrotwecken
  • Olivenöl
  • Pizza Margherita
  • Pizza Salami
  • Pommes frites
  • Putenbrustfleisch
  • Rindsuppenwürfel
  • Semmeln, Semmelwürfel
  • Toilettenpapier
  • Tomaten, Tomatenmark
  • Vollwaschmittel
  • Weißwein
  • Zwiebeln

Lesen Sie auch  Prospekt- und Aktionsplattformen im Internet 8/2016 Hier unser Bericht:


Lange Gesichter gab es beim ersten flüch­tigen Blick über die Tabellen mit den Ergebnissen unserer Preiserhebung bei sieben ­Diskontern und Supermärkten: Der Liter Milch kostet überall 85 Cent, die Tafel Schoko­lade 55, das Kilogramm Reis 69, ein Kilo Mehl 49 Cent usw. – stinklangweilig, das wird niemanden interessieren! Offenbar ist es egal, wo man sich mit Lebensmitteln und Drogerie­waren für den täglichen Bedarf eindeckt, die Preise scheinen überall gleich zu sein: Bei den Diskontern Hofer, Lidl und Penny wie bei den Supermärkten Billa, ­Merkur, Spar und dem vor allem in Tirol (neben Salzburg und Kärnten) vertretenen MPreis.

Erst beim zweiten Blick erkannten wir: Ääätsch, reingefallen!

Drei Warenkörbe

Und zwar auf einen alten Preis-Trick der ­Ketten: Preise, die fast jeder im Kopf hat, werden niedrig und – natürlich rein zufällig und ohne jegliche Absprache (siehe Spar: 30 Millionen Euro Kartellstrafe 11/2015 ) – auf gleichem Niveau gehalten. Für den Rest scheint das nicht zu gelten: Bei fast einem Drittel der Produkte in unseren drei Warenkörben – Billig­waren, Bio-Produkte und Marken­artikel – haben wir Unterschiede von 50 bis 258 Prozent zwischen dem billigsten und dem teuersten Anbieter desselben Artikels gefunden.

Billig-, Bio- und Markenprodukte

Gemein daran: Es gibt nicht den einen Anbieter, bei dem alles am billigsten ist. Auch nicht den in allen Bereichen teuersten. Sonst wäre eine Empfehlung hurtig abgegeben. Welche Einkaufsquelle die günstigste ist, hängt vielmehr wesentlich davon ab, welche Produktgruppen und -qualitäten für einen wichtig sind. Deshalb haben wir gleich drei Einkaufswagerln durch die Märkte kutschiert: eines für den besonders preisbewussten Käufer, eines für den markentreuen und eines für den Bio-Fan.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Hofer, Penny, Lidl, Merkur, Billa, Spar/Interspar, MPreis, Preisunterschied billigster - teuerster in %, Hofer, Penny, Lidl, Merkur, Billa, Spar/Interspar, MPreis, Preisunterschied billigster - teuerster in %, Hofer, Penny, Lidl, Merkur, Billa, Spar/Interspar, MPreis, Preisunterschied billigster - teuerster in %

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37 Stimmen

Kommentare

  • Österreichische Preispolitik
    von gaborsini am 04.01.2017 um 10:59
    Die österr. Preispolitik ist, was Lebensmittel betrifft, eine absolute Frechheit, wenn man bedenkt, dass, z.B. in Stuttgart (wohin ich öfters fahre), die gleichen Waren von Haus aus zwischen 10 und 30% billiger sind (Bei Fleisch - bei gleicher oder besserer Fleischqualität). Auch dort gibt es "regionale und Bioware", ich habe aber noch keine Rispentomaten gesehen, die 7 Euro/kg kosten (außer vielleicht in absoluten Feinkostläden). Und dann kommt mir niemand der sagt, dass ich für 1 kg Tomaten 100 S ausgeben muss, denn in den letzten 16 Jahren sind normale Gehälter nicht auf die Weise gestiegen, dass man sich diese Tomaten leisten kann. Abgesehen davon, hat sich schon einmal wer gefragt, woher diese gleichmäßige schöne rote Farbe herkommt? Sicher nicht von einem Bioanbau. Also wird für Glashausware teures Geld verlangt und der Kunde zahlt das auch noch - denn wenn ein paar Monate nicht diese Ware gekauft wir, ändert sich diese Situation - vielleicht.
  • @ Grouper
    von NETclub50plus am 17.09.2016 um 12:41
    Ich sehe das nicht als "gewagte Behauptung", vielmehr als gut beobachtbares Faktum. Ein starkes Indiz dafür sind beispielsweise die regelmäßig von der AK angestellten Preisvergleiche für Wien und Berlin. Obwohl beide Städte in allen betriebs- und volkswirtschaftlichen Parametern gut vergleichbar sind, zeigt sich [1]: "Ein Einkaufskorb mit 40 preiswertesten Lebensmitteln kostet in Wien um 19,4 Prozent mehr als in Berlin." Das entspricht grob den Pseudo-Rabatten, wie sie in AT gewährt werden und zeigt, dass die Konzerne auch mit dem REDUZIERTEN Normalpreis (bei uns: RABATT-Preis)betriebswirtschaftlich das Auskommen finden. Noch krasser bei Drogeriemärkten [2]: "Ein Einkaufskorb mit 144 identen Drogeriewaren kostet in München durchschnittlich 399,67 Euro, in Wien 612,82 Euro. Fast alle verglichenen Waren (142 der 144) sind in Wien im Schnitt teurer als in München, bloß zwei Produkte sind in Wien günstiger." Und das hat mit Sicherheit nichts mit den heimischen Alpen zu tun, die von den Verteidigern der Hochpreispolitik in Österreicher gerne als (meist einziges) Argument herangezogen werden, wegen des angeblich erhöhten Logistik-Aufwandes. [1] https://media.arbeiterkammer.at/wien/PDF/Lebensmittel_Wien-Berlin_Februar_2016.pdf [2] https://media.arbeiterkammer.at/PDF/Drogeriewaren_Wien_Muenchen_Mai_2016.pdf
  • @NETclub50plus
    von Grouper am 17.09.2016 um 02:07
    Daß der rabattierte Preis der wahre Preis sei, ist eine kühne Behauptung, die jeder Grundlage entbehrt. Selbstverständlich schenkt Ihnen ein Händler nichts und alle Preise sind kalkuliert. Um Kunden bei der Stange zu halten, werden aber sehr wohl für den rabattierten Artikel für diese Zeit geringere Aufschläge kalkuliert. Es kommt auf Sie und ihr sonstiges Kaufverhalten an, ob Sie diese Rabatte über andere Artikel wieder zurückzahlen.
  • @ Rabatte
    von NETclub50plus am 15.09.2016 um 07:18
    Leider bin auch ich kein Rechtsanwalt, sonst wäre ich schon längst gegen das Rabatt-Unwesen vorgegangen. Damit werden Konsumenten von allen Anbietern getäuscht, denn der WAHRE Preis (bei dem ausreichend Gewinn/Deckungsbeitrag erzielt wird) ist der rabattierte Preis (Handelsriesen verschenken nie auch nur 1 Cent). Der vermeintliche NORMALpreis hingegen ist ein künstlich hoch gehaltener, damit man regelmäßig (wie sie ja auch festgestellt haben) mit dem Pseudo-"Rabatt"preis auf Kundenfang gehen kann. Und da dies alle Anbieter machen, wäre es nicht angebracht einen - Rewe - herauszugreifen und nur dessen "Rabatt"preise darzustellen. Wie wollte man das gegenüber den anderen argumentieren? Aus gutem Grund erhebt auch die Statistik Österreich die Inflationsrate so, wie das Konsument getan hat.
  • Rabatte
    von sixela am 12.09.2016 um 20:56
    Ich bin ja jetzt nicht der Anwalt von Rewe. aber doe Rabattaktionen für Besitzer von Kundenkarten nicht zu berücksichtigen, ist schon sehr verzerrend. Die 25%- und 10%-Rabatte sind so häufig und umfassend, dass man sogar sein wöchentliches Einkaufsverhalten danach richten kann, und daher signifikant billiger kauft als bei Ihrem Warenkorb dargestellt
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