KONSUMENT.AT - Leitungswasser - Plastikabfall vermeiden

Leitungswasser

Plastikfrei trinken

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KONSUMENT 5/2020 veröffentlicht: 30.04.2020

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Einweg-Plastikflaschen sind ein großes Umweltproblem. Daher werden die Bemühungen erhöht, Mehrweg- und Recyclingsysteme zu stärken. Beim Trinkwasser hat es jeder selbst in der Hand, Plastikabfall zu vermeiden.

Bild: Jakub Zak / Shutterstock.com

In der kleinen Plastikflasche für unterwegs, in Getränkekisten für zu Hause – 92 Liter Wasser pro Person werden in Österreich jährlich in Plastikflaschen gekauft. So trägt der Konsum von Wasser zum Plastikmüll bei, obwohl jeder die umweltverträgliche Alternative zur Hand hätte.

In Österreich kommt in fast jedem Haushalt Wasser in Trinkwasserqualität aus der Leitung. Selten hat es die Konsumentin, der Konsument so direkt in der Hand, Verpackungsmüll zu vermeiden, wie bei der Wahl des täglichen Trinkwassers. Denn die Entscheidung für Leitungswasser statt Flaschenwasser trägt direkt dazu bei.

CO2 und Mineraliengehalt

Trinkwasser aus der Leitung ist rund um die Uhr verfügbar und wird frei Haus geliefert. Es verursacht im Gegensatz zum Transport von Flaschenwasser fast keine CO2-Emissionen und es ist im Vergleich mit in Flaschen gefülltem Wasser auch noch sehr preiswert. Und Tests zeigen regelmäßig, dass das Trinkwasser aus der Leitung in Österreich auch betreffend Mineraliengehalt häufig mit Wasser aus der Flasche vergleichbar ist.

1,6 Milliarden Einwegflaschen pro Jahr

Laut Umweltministerium werden jährlich in Österreich etwa 1,6 Milliarden Einwegflaschen aus Kunststoff verkauft – bezogen auf alle Getränke, nicht nur Wasser. Die Bundesregierung hat sich im Regierungsprogramm zur Erhöhung der Mehrwegquote bekannt, durch das Schaffen von "verbindlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen insbesondere auch für Getränkeverpackungen".

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Kommentare

  • Fehlende Informationen zu PET-Flaschen
    von Mag Zirnig am 17.05.2020 um 23:19
    Der Titel erweist sich als leicht irreführend. Es geht in diesem Bericht um Mehrwegsysteme, nicht um Plastikfreiheit, die ohnehin ziemlich unrealistisch erscheint. Wenig überraschend kommt eine Studie zum Schluss, dass Mehrwegplastikflaschen umweltfreundicher sind als Einwegflaschen. Eine Kennzeichnung zur Unterscheidung von Einweg- und Mehrwegflaschen wäre ein sinnvoller erster Schritt, dem Konsumenten fehlen aber noch weitere wichtige Informationen: sind PET-Einwegflaschen und PET-Mehrwegflaschen aus dem gleichen Material und gleich bedenklich, was das Abgeben von Acetaldehyd betrifft? Gibt es Unterschiede zwischen den Herstellern in Bezug auf Material und Verarbeitung? Zu diesen Fragen sollte eine Studie oder ein VKI-Test durchgeführt werden!