Internet sicher nutzen: allgemeine Verhaltenstipps

Handeln statt fürchten

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KONSUMENT 2/2017 veröffentlicht: 26.01.2017

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Surfen

  • Nicht vertippt: Vergewissern Sie sich, dass manuell ein­gegebene Internetadressen vollständig und fehlerlos sind.
  • Suchmaschine: Sollte eine Adresse ins Leere führen, dann geben Sie den Namen der gesuchten Seite am besten in Ihre gewohnte Suchmaschine ein.
  • Lockvogel: Sollte die Adresse zu einer Seite führen, deren Inhalt offensichtlich nichts mit dem eigentlich Gewünschten zu tun hat oder die lediglich eine Reihe von Links zum ­Thema enthält, dann vermeiden Sie es, darauf zu klicken, und versuchen Sie es neuerlich mit Ihrer gewohnten Suchmaschine.
  • Bezahlte Werbung: Beachten Sie, dass in vielen Suchmaschinen die zwei bis drei Top-Treffer bezahlte Werbeanzeigen sind, die meist nur unauffällig als solche gekennzeichnet sind. ­Klicken Sie bevorzugt auf die weiter unten in der Liste angeführten Treffer.
  • Abmelden: Bedenken Sie, dass Sie den Anbietern die Nachverfolgung Ihrer Aktivitäten im Internet erleichtern, wenn Sie dauerhaft mit ­Ihrem Benutzerkonto angemeldet bleiben (z.B. bei Facebook oder Amazon). Sinn­voller ist das Anmelden bei Bedarf sowie das ­bewusste Abmelden danach. Deaktivieren Sie daher auch Anmeldeoptionen wie „Auf ­diesem Computer angemeldet bleiben“.
  • Werbung: Sofern Sie keinen Werbeblocker verwenden (z.B. Adblock Plus), der einen Großteil der Anzeigen ausblendet, finden Sie auch auf vielen Internetseiten massenhaft ­Werbung – zum Teil sehr auffällig, zum Teil kaum als werbliche Einschaltung wahrnehmbar mitten im Text. Schauen Sie ­besser zweimal, bevor Sie auf einen (Download-)Link klicken, denn es könnte der falsche sein.
  • Kontrolle: Stellen Sie den Mauszeiger ohne zu klicken auf einen Link, dann zeigt der Browser ­üblicherweise in einem Feld links unten an, wohin der Link tatsächlich führt (in Apples Safari-Browser müssen Sie dazu einmalig »Darstellung/Statusleiste einblenden« anklicken).
  • Domain-Highlighting: In der Adresszeile des Browsers wird die ­Domain, also der Hauptbestandteil der ­Internetadresse, schwarz hervorgehoben (= Domain-Highlighting, z.B. www.konsument.at/handytest). Sollte die aufgerufene Adresse nicht die erwartete Seite zeigen, dann löschen Sie alle dahinter folgenden Bestandteile und ver­suchen Sie es mit der Hauptadresse, um dann über die Links auf der Startseite oder die Suchfunktion doch noch das Gewünschte zu finden (in Apples Safari-Browser müssen Sie zuvor unter »Safari/Einstellungen/Erweitert« ein Häkchen vor „Vollständige Adresse der Web­site anzeigen“ setzen).
  • Nut­zungsbedingungen: Wenn Sie sich auf einer Seite persönlich regis­trieren müssen, dann lesen Sie vorher die Nut­zungsbedingungen zumindest dahingehend, ob Sie eine zeitliche Bindung und/oder eine finanzielle Verpflichtung eingehen.
  • Https: Achten Sie – nicht nur bei der Registrierung, sondern bei jeder Eingabe Ihrer Nutzer­daten – auf die Verschlüsselung der Seite, erkennbar am Kürzel "https" und am Vorhängeschloss-Symbol.

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Kommentare

  • Zeitungsartikel
    von REDAKTION am 06.02.2017 um 11:02
    Es steckt schon viel Wahres in diesem Artikel. Um auf Virenschutz verzichten zu können, braucht es allerdings auch eine entsprechende Erfahrung und Routine im Umgang mit dem Internet und unerwünschten E-Mails. Wir möchten der Zielgruppe unserer Artikel lieber nicht raten, den Virenschutz zu vernachlässigen. Ihr KONSUMENT-Team
  • hier ein treffender Artikel für alle Nicht-Apple-user
    von Albrecht23 am 04.02.2017 um 11:58
    http://derstandard.at/2000051700968/Mehr-Schaden-als-Nutzen-Loescht-eure-Antivirensoftware
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo