Datenschutz: Adresshandel

Für eine Handvoll Cent

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KONSUMENT 2/2016 veröffentlicht: 28.01.2016

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Personendaten sind ein wertvolles Gut – für Unternehmen, aber auch für Betrüger. Wir haben getestet, wie viel Firmen für Verbraucherdaten zahlen und welche Informationen am Schwarzmarkt zu haben sind.

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"Heute ist Wahltag in Wien! Nütze deine Stimme und entscheide, in welche Richtung Wien in Zukunft gehen soll. Beate Meinl-Reisinger“. Zigtausende Bewohner der Bundeshauptstadt bekamen am 11. Oktober vergangenen Jahres eine SMS mit diesem Inhalt von der NEOS-Partei zugeschickt.

Bei der Post gekauft

Es dauerte nicht lange und es hagelte Kritik von allen Seiten. Es handle sich um verbotene Direktwerbung, monierten viele und fragten sich auch, woher die Partei überhaupt ihre Handy­nummer hatte. Wie diese später zugab, hatte sie die Nummern bei der Österreichischen Post erworben. Zu diesem Zweck verwenden hätte sie sie aber nicht dürfen, ließ ein Post-Sprecher daraufhin verlauten und legte Wert darauf, die Partei über die Einhaltung des Telekommunikationsgesetzes informiert zu haben.

Was sind Daten wert?

Doch was sind solche Personendaten – beispiels­weise Informationen wie Name, ­Adresse, Telefonnummer, Kaufkraft und Einkaufs­verhalten – eigentlich wert? Woher werden sie bezogen? Was darf gespeichert und weitergegeben werden – und welche Infos sind tatsächlich über Unternehmen und im Internet organisierbar? Diesen Fragen sind wir mithilfe eines Experiments auf den Grund gegangen.


 

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Tätigkeiten des Netzwerkes der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net).

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Kommentare

  • Nachsatz..........
    von Hueher am 03.02.2016 um 14:51
    Eigentlich müßte die POST nicht nur das Briefgeheimnis schützen, nein, sondern auch die Daten der Postkunden. Auch die Post und Telekom mutiert zum Datenkraken, warum, aus GELDGIER, weil beim eigentlich illegalen Verkauf meiner Daten Geld gemacht wird. Auch ich bekam von dieser besch... Partei der Neos eine ungewollte SMS, wählen tue ich diese Diletanten sowieso nicht!!!
  • Ich kann nur warnen vor sogg. Preisausschreiben !
    von Hueher am 03.02.2016 um 14:46
    Ich mache bei keinem Preisausschreiben mit, weder im Internet, noch mit Postkarte oder Telefon(SMS), denn das ufert zu einer riesigen Datensammelwut aus, die ich niemehr beherrschen kann. Ich hatte in der Anfangszeit des Internets noch unbedarft mitgemacht, der "Erfolg" war, es kamen jede Menge Mails zurück von hunderten Versendern! Meine Reaktion war, Mailzugang stopen und neue Mailadresse nehmen............ Ein kleines Beispiel: irgendwann in den 90er Jahren wollte ich etwas über "trockene Augen" in Erfahrung bringen, beim "Netdoktor", da dies damals noch nicht so bekannt gewesen ist, bei meinem Arzt. So weit so gut, damals........ Jahre später, muß so ca. 2009 gewesen sein, suchte ich eigentlich nichts besonderes bei "Google", lediglich meinen Namen! Ich bekam fast einen Herzschlag, stand unter Anderem auch das ich mit eben dieser Anfrage "trockene Augen" beim "Netdoktor" war!!! Nun gut, die Frage nach trockenen Augen ist nicht so problematisch, aber was wäre gewesen, hätte ich intimere Fragen gestellt ( HIV,Sexualität, besondere Krankheiten usw..) kaum weiter auszudenken....... Fazit: es war mir eine große Lehre, NICHTS über das Internet zu erfragen oder recherchieren und dies sollte auch alle Anderen Verbrauchern bewußt sein!? Google-Facebook&Co sieht und hört alles.......
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