Datenschutz: Freemail-Dienste

Mehr Komfort, mehr Werbung

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KONSUMENT 8/2015 veröffentlicht: 30.07.2015

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Gmail, GMX, Yahoo oder Outlook? Welche Vor- und Nachteile die Anbieter haben. Und wie neugierig sie wirklich sind.

Bisher in unserer Datenschutz-Reihe erschienen:


Für viele ist sie schon genauso wichtig wie der Postkasten beim Hauseingang: Die private E-Mailadresse. Die meisten von uns verfügen über eine sogenannte Freemail-Adresse, ­ einen kostenlosen Mail-Dienst, der unab­hängig von Gerät und Standort abgerufen werden kann. Wir haben die bekanntesten Anbieter auf Aspekte wie Sicherheit, Datenschutz und Serviceleistungen hin überprüft.

Gmail: Googles Superschnüffler

Seit gut drei Jahren gilt Gmail von Google als der weltweit am meisten genutzte Mail-Dienst. Zu so vielen Usern kam das Programm deshalb, weil es ihnen von Beginn an einen weit größeren kostenlosen Speicherplatz angeboten hatte als die Konkurrenz. Seitdem haben sowohl Gmail, als auch die Mit­bewerber ihre Speicherkapazitäten ständig nach oben geschraubt. Heute gewähren Anbieter in der Regel einen recht großzügigen Gratisspeicher. Darüber hinaus lockt Gmail seine Nutzer mit zahlreichen praktischen Zugaben – etwa mit einer intelligenten Suchmethode, die Usern hilft, Mails im Postfach schneller zu finden; einer Funktion, mit der das Postfach auch offline verwaltet und ­E-Mails geschrieben werden können; der Möglich­keit, gesendete Mails zu widerrufen oder Nachrichten zeitversetzt zu versenden.

Gut bedienbarer Kalender

Weiters beliebt ist der Dienst wegen seines gut bedienbaren Kalenders und der vielen Optionen zur Personalisierung. Was die Sicher­heit in der Nachrichtenübertragung betrifft, gilt das Protokoll TLS (siehe Kasten) als gängige Methode für den konventionellen Mailverkehr. Eigentlich sollte TLS Standard sein, dennoch wird es oft noch als Extra-Zuckerl angepriesen. Gmail jedenfalls lässt seinen Mailverkehr über TLS sichern.

Mitlesen, um Werbung zu verkaufen

Kein Positiv-Beispiel gibt Gmail ab, wenn es um den Datenschutz "nach innen“ geht. So ist gemeinhin bekannt, dass der Google-Dienst Mails mitliest, um den Usern daraufhin passgenaue Werbung zu schicken.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Mails ohne Werbung, na ja...
    von ling am 20.08.2015 um 06:39
    Ob die Mails von GMX und Web.de sicher sind, darüber kann man streiten, beweisen lässt es sich für den einfachen Anwender nicht. Der große Nachteil von Web.de besteht darin, dass eine Abbuchung der Beträge in Österreich nicht möglich ist, sodass eine händische Überweisung pro Quartal fällig ist. Das mag zwar nicht viel Aufwand sein, doch man kann darauf vergessen. Pikanterweise weist der Anbieter auf die Möglichkeit eines Einziehungsaufrages hin, doch nicht für Kunden aus Österreich. Eine weitere - weil völlig unangebrachte - Vorgangsweise ist jene, dass man nach Erhalt der Rechnung (zwei Wochen Zahlungsfrist) noch innerhalb dieser Frist beim Einstieg in den Account bereits einen Hinweis auf die offene Rechnung erhält und danach erst seine Nachrichten lesen kann. Mit dem Support bin ich auch nicht sehr zufrieden, denn ich hatte einmal ein Problem mit einer blockierten Empfängeradresse und hier hat sich der Kundendienst von web.de sehr stur verhalten. Und weil wir schon bei der Auflistung sind: Der nervige Hinweis man möge doch die Mobiltelefonnummer hinterlegen, damit man im Fall der Fälle doch noch Zugriff auf seinen Account hat, ist ebenfalls unangebracht und meines Erachtens reines Datensammeln. Schließlich der letzte Punkt, der aber auch bei GMX zu kritisieren ist: Das System prüft vor jedem Einstieg ob der Browser aktuell ist und fügt dabei eine Zeile im oberen Bereich des Bildschirms als Hinweis ein. Das ist nicht nur unangebracht (ich weiß was ich tue und brauche keine Gängelung durch den Anbieter), sondern derart störend, dass man sich gelegentlich sogar bei den Zugangsdaten vertippen kann und nach dreimaliger Fehleingabe ist der Zugang gesperrt. Ich habe grundsätzlich nichts gegen (vielleicht) sinnvolle Hinweise, doch möchte ich auch die Möglichkeit haben diese abzustellen. Web.de bietet zwar keine Werbung (so glaubt man zumindest) bei einem bezahlten Account, doch übersendet jede Menge (eigene) Werbemails. Auch das möchte ich bei einem bezahlten Account nicht haben. Man kann die Startseite frei konfigurieren, doch ein Feld bleibt jedenfalls frei in welches Werbung (auch beim bezahlten Account) eingeblendet wird. GMX macht es übrigens nicht anders.
  • Mails OHNE Werbung, JA !
    von Hueher am 03.08.2015 um 17:56
    ich verwende zwar auch GMX, jedoch nur für geschäftliche Dinge als "Freemail", aber deren "Bruder", weil selbige Internetfirma, "WEB.DE" ist eine wunderbare und sichere MAIL-Angelegenheit!! Ich bezahle einen wirklich geringen Beitrag und bin Mitglied im "Web.de-Club" welcher auch noch ein Fotoalbum und einen Onlinespeicher hat ( unbegrenzt!), alle 3 Dienste kann ich auch von meinem Tablett per App aufrufen und funktioniert bestens! Ich denke, wer klaglos Mails versenden will, macht dies mit einem seriösen Anbieter aus Europa, weil der Server in Deutschland steht! Ich bekomme weder bei GMX ( freemail ) noch bei bezahlter WEB.de Mail Werbung. Ein Tip: bevor man einen neuen Mailanbieter nimmt, immer darauf achten, bei keinem Rätsel oder Wettbewerb mitmachen, sonst ist man unweigerlich in der Werbeschleife!! Übrigends, man kann sämtliche ärgerliche Werbemails abbestellen.............
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