KONSUMENT.AT - Datenschutz: Adresshandel - Acxiom: Datenkrake winkt ab

Datenschutz: Adresshandel

Für eine Handvoll Cent

Seite 4 von 8

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 2/2016 veröffentlicht: 28.01.2016

Inhalt

Datenkrake winkt ab

Eine Absage erhielten wir von Acxiom. Man habe nicht die passende Zielgruppe im Portfolio, antwortete der Konzern auf unser Schreiben. Das Unternehmen gilt als eine der größten Datenkraken der Welt. Es hilft dabei, über 250.000 Werbekampagnen jährlich an die passenden Konsumenten zu richten, gibt Jahr für Jahr 1,2 Milliarden E-Mail-Adressen weiter und prüft 8,4 Millionen Menschen hinsichtlich eventueller krimineller Hintergründe oder ihrer Kreditwürdigkeit.

Kunde Barack Obama

Ein wenig Bekanntheit erlangte das eigentlich eher im Schatten operierende Unter­nehmen zur Zeit des ersten US-Wahlkampfes von Barack ­Obama, der seine potenziellen Wähler damals dank Acxiom mit pass­genauen Ansprachen umwarb. Die Spezialität des Unternehmens sind generell von Behörden gesammelte Offline-Daten – Informationen also, an die Google & Co nicht so leicht herankommen. Auch deshalb dürfte Facebook schon vor zwei Jahren eine Partnerschaft mit Acxiom abgeschlossen haben.

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
3 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Nachsatz..........
    von Hueher am 03.02.2016 um 14:51
    Eigentlich müßte die POST nicht nur das Briefgeheimnis schützen, nein, sondern auch die Daten der Postkunden. Auch die Post und Telekom mutiert zum Datenkraken, warum, aus GELDGIER, weil beim eigentlich illegalen Verkauf meiner Daten Geld gemacht wird. Auch ich bekam von dieser besch... Partei der Neos eine ungewollte SMS, wählen tue ich diese Diletanten sowieso nicht!!!
  • Ich kann nur warnen vor sogg. Preisausschreiben !
    von Hueher am 03.02.2016 um 14:46
    Ich mache bei keinem Preisausschreiben mit, weder im Internet, noch mit Postkarte oder Telefon(SMS), denn das ufert zu einer riesigen Datensammelwut aus, die ich niemehr beherrschen kann. Ich hatte in der Anfangszeit des Internets noch unbedarft mitgemacht, der "Erfolg" war, es kamen jede Menge Mails zurück von hunderten Versendern! Meine Reaktion war, Mailzugang stopen und neue Mailadresse nehmen............ Ein kleines Beispiel: irgendwann in den 90er Jahren wollte ich etwas über "trockene Augen" in Erfahrung bringen, beim "Netdoktor", da dies damals noch nicht so bekannt gewesen ist, bei meinem Arzt. So weit so gut, damals........ Jahre später, muß so ca. 2009 gewesen sein, suchte ich eigentlich nichts besonderes bei "Google", lediglich meinen Namen! Ich bekam fast einen Herzschlag, stand unter Anderem auch das ich mit eben dieser Anfrage "trockene Augen" beim "Netdoktor" war!!! Nun gut, die Frage nach trockenen Augen ist nicht so problematisch, aber was wäre gewesen, hätte ich intimere Fragen gestellt ( HIV,Sexualität, besondere Krankheiten usw..) kaum weiter auszudenken....... Fazit: es war mir eine große Lehre, NICHTS über das Internet zu erfragen oder recherchieren und dies sollte auch alle Anderen Verbrauchern bewußt sein!? Google-Facebook&Co sieht und hört alles.......